Rheinfelden

Die volle Ladung Kultur daheim auf dem Sofa: Kulturnacht fand per Livestream statt

30 Künstler und Vereine nahmen an der virtuellen Rheinfelder Kulturnacht teil.

30 Künstler und Vereine nahmen an der virtuellen Rheinfelder Kulturnacht teil.

Die Organisatoren ziehen ein positives Fazit zur Rheinfelder Kulturnacht. Wegen der Coronapandemie fand sie als Livestream statt.

Die grenzüberschreitende Kulturnacht in den beiden Rheinfelden fand am vergangenen Wochenende statt– wenn auch in einem komplett anderen Rahmen als gewöhnlich. Normalerweise zeigen Dutzende Musikensembles, Orchester, Bands, Chöre, Theatergruppen und weitere Kunstschaffende an diversen Orten ihr Können. Auch in diesem Jahr hätten in den beiden Rheinfelden über 80 Gruppen an 22 Schauplätzen auftreten sollen. An eine normale Durchführung war wegen der Coronapandemie aber nicht zu denken. ­Deshalb stellten die Organisatoren kurzerhand eine Online- Kulturnacht auf die Beine.

Rund 30 Künstler und Vereine aus den beiden Rheinfelden und der Umgebung sowie aus den Partnerstädten von badisch Rheinfelden nahmen teil. Ihre Darbietungen wurden per Livestream aus dem Bürgersaal in die Stuben der Zuschauerinnen und Zuschauer gesendet. Moderiert wurde die Show von Kulturamtsleiter Claudius Beck. «Es war schon sehr seltsam, in einen leeren Saal zu sprechen, ohne Reaktion des Publikums», blickt er auf den speziellen Moment zurück. «Ich denke, in einem Hörfunkstudio geht das, aber es war ja auf der Bühne eines Saales. Dazu war es dann auch sehr ernst. Ich mag es sonst schon mehr humorvoller.» Den Livestream der Kulturnacht verfolgten bis zu 150 Personen gleichzeitig. Die Aufnahme ist seither auf dem Profil des Kulturamts auf der Videoplattform Youtube aufgeschaltet. Bis am Montagnachmittag wurde das Video über 1300-mal aufgerufen.

Kunstschaffende und Zuschauer waren dankbar

Das Feedback sei erfreulich ausgefallen, sagt Beck. «Die Kulturschaffenden waren alle sehr erfreut, dass sie dabei waren.» Und auch Zuschauerinnen und Zuschauer hätten sich gemeldet. «Alle waren dankbar und haben den Abend genossen», so Beck.

Entsprechend fällt auch das Fazit der Organisatoren positiv aus. «Für uns war das auch ein Lernfeld», sagt Beck. Es sei gelungen, die vernetzte Kulturszene der beiden Städte ein wenig zu beleuchten und präsentieren. «Die Vielfalt und die Bedingungen wurden dargestellt», so Beck. «Es war wohl gut, dass wir was gemacht haben. Das wurde auch anerkannt.» Die spontane und kurzfristige Organisation des Anlasses habe aber auch viel Arbeit gemacht. Die Organisatoren hoffen, dass eine nächste Ausgabe der Kulturnacht dann wieder richtig stattfinden kann. «Wir sind ja keine TV-Spezialisten. Unser Genre ist Live-Entertainment», sagt Beck.

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Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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