Hellikon
Die MG Hellikon schenkte sich eine neue Fahne zum 150. Geburtstag

Erfrischend jung und voller neuer Ideen – so feierte die Musikgesellschaft Hellikon am Wochenende ihren 150.Geburtstag.

Ingrid Arndt
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Die neue Fahne der MG Hellikon wurde ökumenisch gesegnet.

Die neue Fahne der MG Hellikon wurde ökumenisch gesegnet.

Ingrid Arndt

Wie in einer so lange Zeit nicht anders zu erwarten, war die Geschichte teils recht wechselvoll. Doch was sich in den Nachkriegsjahren ankündigte, festigte sich danach mehr und mehr. Durch kluge, kontinuierliche Verjüngung mit dem Angebot attraktiver Musik, Zusammenhalt, Förderung und Kameradschaft konnte ein absolut zukunftssicherer Verein aufgestellt werden.

Das, so fanden nunmehr alle gemeinsam, lässt sich am besten mit einer neuen Fahne symbolisieren. Das alte Banner war mit seinen 102 Jahren ohnehin schon recht betagt. Und welcher Zeitpunkt wäre dafür besser geeignet als ein rundes Jubiläum? Festlich umrahmt vom «Aargauer Feuerwehrmarsch» hielt sie an diesem Abend Einzug in den Saal, ökumenisch gesegnet und geweiht von den Pastoren Holger Frehoff (reformiert), Klaus Heinrich Neuhoff (christkatholisch) sowie Alexander Pasalidi (römisch-katholische). Es ist ein blau-gelb-weisses Banner, welches alte Werte verbindet mit neuen Traditionen. Übernommen wurde der Leitspruch «Vereinte Kraft sei unser Ziel, ein gut Gelingen unser Spiel». Notenschlüssel, eine Trompete, Wappen und Jahreszahlen runden das gelungen Design ab.

Kathrin Hasler, Frau Gemeindeammann von Hellikon, betonte in ihrer Festrede die Bedeutung von Gemeinsinn und Fröhlichkeit im Verein für eine gute Lebensqualität im Dorf. Grussworte vom Aargauischen Musikverband und befreundeten Vereinen folgten.

Wie es von einem Musikverein nicht anders zu erwarten ist, hatten die 25 Aktiven auf der Bühne unter Leitung ihres Dirigenten Martin Schmidt einen schwungvollen Notenexpress parat. Melodisch der Auftakt mit dem Konzertmarsch «Arsenal» vom Belgier Jan van der Roost, der zu den erfolgreichsten in der Blasmusik zählt. Originell und elegant wurde so der musikalische Reigen eröffnet und fortgesetzt mit der tänzerisch frischen Ouvertüre «A Huntingdon Celebration» von Philip Sparke, der unter anderem auch für die Rheinfelder Stadtmusik die «Rheinfelder Sketches» schrieb.

«Helliker Musikanten»

Ein Höhepunkt des Abends war das Medley der schönsten Stücke von Polo Hofer. Seine bekannte «Alperose» fehlte natürlich hier nicht, voller Begeisterung klatschte das Publikum mit. Genauso auch bei dem pfiffigen Lied «Gilberte de Courgenay». Die Melodie ist der Schankwirtin Gilberte gewidmet, die damals ein Soldatenidol war. Bei der jubilierenden Fanfare «The olympic spirit» wurde das Aktivorchester von 11 Jungmusikanten und einigen Ehemaligen komplettiert und damit nicht nur der bedeutsame Geist von Olympia unterstrichen.

Die «Helliker Musikanten», komponiert vor 25 Jahren für den Verein vom Ehrendirigenten Albert Herzog und der Marsch «Triumph» vom Schweizer Komponisten Hans Heusser rundeten das gelungene Jubiläumskonzert ab.