«Wir haben oft gemerkt, dass es nicht selbstverständlich ist, einen gesunden Körper zu haben», sagt eine Schülerin der Internationalen Schule Rheinfelden (ISRH). Das habe sie bei der Zusammenarbeit mit behinderten Schülern des St. Josefshaus in Baden gelernt.

Gemeinsam haben elf Schüler das Kunstprojekt «Auf zu neuen Ufern» im Rahmen des Wettbewerbs «Entente Florale» durchgeführt.

An einem gemeinsamen Tag in der «Kunstküche» des St. Josefshaus haben die elf Kinder Stelen entworfen und bemalt, die nun den Stadtpark Rheinfelden West zieren. «Auf der anderen Seite des Rheins, also genau vis-à-vis, stehen weitere Stelen», sagt Sabina Sümegi-Schärli, Schulleiterin der ISRH.

Ein Schüler der ISRH hat die städteübergreifende Zusammenarbeit auch auf seiner Stele festgehalten. «Man sieht zwei Städte, zwei Ufer, aber einen Rhein. Die Idee war, dass der Rhein verbindet», beschreibt der Viertklässler.

Beitrag für eine friedlichere Welt

Bei der Eröffnung unter dem Weidendom im Rheinfelder Stadtpark sagt Sümegi-Schärli: «Wir wollen weltoffene und tolerante Kinder fördern, die nicht klassifizieren in behindert oder nicht behindert, in Schweizer oder Nichtschweizer. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für eine friedlichere Welt.»

Auch Franco Mazzi, Stadtammann von Rheinfelden, lobt, «was die Kinder heute erreicht haben». Indem sie sich verbunden haben, haben sie den Stadtpark verschönert.

«Ein bisschen Frieden, ein bisschen Sonne  für diese Erde, auf der wir wohnen»: Die Kinder machen bereits, worüber sie gemeinsam singen.

«Ein bisschen Frieden, ein bisschen Sonne für diese Erde, auf der wir wohnen»: Die Kinder machen bereits, worüber sie gemeinsam singen.

«Ein grosses Kompliment dafür, dass ihr zusammengekommen seid und euch auf Kinder mit anderen Biografien eingelassen habt», spricht Klaus Eberhardt, Oberbürgermeister von badisch Rheinfelden, den Kindern aus. Er ist überzeugt, dass sie dadurch etwas fürs Leben mitnehmen können.

Das sehen auch die Kinder so. Sie haben neue Freunde gewonnen und «es war einfach spannend», sagt ein Schüler der ISRH. Eine Schülerin des St. Josefshaus übergibt ihrer Arbeitspartnerin ein Erinnerungsfoto von den beiden und ihrer bemalten Stele zum Dank. Sie fasst sich kurz: «Es hat mir Spass gemacht und war einfach gut.»

Nach den Dankesreden sangen die Schüler gemeinsam. Auch alle Erwachsenen sangen mit, denn man kennt den Text – «Imagine» von den Beatles wird gesungen, danach das Lied «Ein bisschen Frieden».

Die Lieder sind symbolisch für die Werte, die man den Schülern vermitteln möchte und die beide Schulen vertreten.