Laufenburg/Gansingen

Die Forstbetriebe wollen fusionieren – und so Synergien nutzen

Blick vom Cheisacherturm, der im Gansinger Forst steht, gegen Nordwesten.

Blick vom Cheisacherturm, der im Gansinger Forst steht, gegen Nordwesten.

Die Einwohnergemeinden Gansingen und Laufenburg und die Ortsbürgergemeinde Laufenburg sind Eigentümer des neuen Betriebs. Die beiden Forstwerkhöfe werden weiterhin bewirtschaftet.

Die Gemeinderäte von Laufenburg und Gansingen haben seit Anfang Jahr intensive Gespräche über die Zukunft der beiden Forstbetriebe geführt. In Laufenburg wird Förster Sebastian Meier im kommenden Mai pensioniert und in Gansingen geht Förster Alfred Bühler in einigen Jahren in Pension. Die beiden Gemeinden suchten eine Lösung für die Zukunft und fanden sie in einem Zusammenschluss.

Man habe in den Gesprächen schnell zusammengefunden, sagt der Gansinger Gemeindeammann Mario Hüsler. Beide Betriebe wiesen ähnliche Strukturen auf. «Längerfristig ist unser Forstbetrieb allein zu klein», so Hüsler.

Ein Förster, ein Forstwart und ein Lehrling bewirtschaften 310 Hektaren Wald auf Gansinger Boden und kümmern sich zudem im Auftragsverhältnis um Mönthaler Wälder. «Wenn beispielsweise jemand krank ausfällt, können kaum mehr Arbeiten im Wald ausgeführt werden», so Hüsler.

Der Laufenburger Forstbetrieb ist etwas grösser. Er zählt derzeit 470 Stellenprozente und einen Lernenden. «Aber durch den Zusammenschluss können wir sicherlich Synergien nutzen», sagt Stadtammann Herbert Weiss. Dies sei nötig, gerade auch, weil der Holzmarkt ein schwieriger Markt sei.

Der Zusammenschluss soll in Form einer öffentlich-rechtlichen Anstalt erfolgen. «Dies ist seit Anfang 2019 im Aargau möglich», so Hüsler. Eine solche Anstalt sei einer Firma ähnlich und weise in der Betriebsführung kürzere Wege auf und könne damit flexibler agieren. Eigentümer sind die beiden Einwohnergemeinden sowie die Laufenburger Ortsbürgergemeinde.

Sie stellen künftig auch den Verwaltungsrat. Das Personal soll im gleichen Umfang und zu den gleichen Bedingungen beschäftigt werden wie bisher. Gesucht wird derzeit ein Nachfolger von Sebastian Meier. «Die Stelle ist ausgeschrieben und es gibt bereits Bewerbungen», so Weiss. Auch die beiden Forstwerkhöfe sollen weiterhin bewirtschaftet werden.

Die entsprechende Anstaltsordnung wird an den Einwohnergemeindeversammlungen der beiden Gemeinden sowie an der Laufenburger Ortsbürgergmeind vorgelegt. Bei einem Ja erfolgt der Zusammenschluss per 1. Januar 2020. Es sei durchaus möglich, dass sich später noch weitere Gemeinden anschliessen können, so Hüsler und Weiss.

Verwandtes Thema:

Autor

Marc Fischer

Marc Fischer

Meistgesehen

Artboard 1