Noch ist der Laden mit OVS beschriftet. Die Modekette aber ist längst ausgezogen. Vor rund einem Jahr wurde bekannt, dass sie pleite ist und in der Schweiz rund 140 Filialen schliessen müssen – auch jene im «Fricktalcenter A3» in Frick. Seither stand die rund 200 Meter grosse Verkaufsfläche leer. Das wird sich aber bald ändern: Aldi Suisse hat die Fläche im Einkaufszentrum übernommen. Ab kommendem Freitag liegt das Baugesuch für die Umnutzung der Räumlichkeiten öffentlich auf.

Geplant ist, die bestehende Filiale zu erweitern und zu modernisieren. Die Filiale hat heute eine Verkaufsfläche von rund 980 Quadratmetern und Nebenraumflächen von rund 460 Quadratmetern. Hinzu kommen nun die 200 Quadratmeter der ehemaligen OVS-Filiale, die künftig von Aldi Suisse als Verkaufsfläche genutzt werden. So könne die Ware auf grösserer Fläche präsentiert werden. «Zudem werden die Gang- und Kundenverkehrsflächen zugunsten eines bequemeren Einkaufens vergrössert», sagt Aldi Suisse-Sprecher Philippe Vetterli.

Mehr frisches Gemüse

Insbesondere der Frische- und Convenience-Bereich der Filiale soll ausgebaut werden. Neben ofenfrischem Brot und diversen Back- und Snackwaren würden die Kunden künftig auch von einem breiteren Angebot an frischen Obst- und Gemüseartikeln wählen können, so Vetterli. Er kündet ausserdem «umfassende Modernisierungsmassnahmen» in der seit 2006 bestehenden Filiale an. Unter anderem würden die Innenbeleuchtung durch LED-Leuchten ersetzt, neue Kühlmöbel im Kältebereich eingebaut und die Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt, sagt Vetterli. Auf eine «aufwendige Warenpräsentation und unnötige Kostenverursacher» werde hingegen weiterhin verzichtet.

In der Aldi Suisse-Filiale arbeiten derzeit zehn Mitarbeitende. Da lediglich die Filiale vergrössert und modernisiert wird und dadurch keine zusätzlichen Arbeitsaufgaben entstehen, sind keine neuen Mitarbeitenden vorgesehen.

Baustart noch im Frühjahr?

Es ist davon auszugehen, dass der Baustart noch im Frühjahr erfolgen soll. Über den genauen Zeitplan für die Erweiterung und Modernisierung macht Vetterli derzeit aber noch keine Angaben: «Sobald wir die Baubewilligung von der Gemeinde erhalten haben, werden wir die konkreten Daten kommunizieren.» Dann wird auch klar, ob und inwiefern die Bauarbeiten zu Einschränkungen in der bestehenden Filiale führen. Die geplante Investitionssumme bewegt sich laut Vetterli in einem siebenstelligen Bereich.