Laufenburg (D)

Der Weg ist frei für einen neuen Obi-Baumarkt

Auf dem Parkplatz im Laufenpark kreisen die Autos.

Auf dem Parkplatz im Laufenpark kreisen die Autos.

Der Gemeinderat stimmt der Änderung des bestehenden Bebauungsplans «Laufenpark-Ost». In wenigen Monaten soll der Bauantrag für eine neue Obi-Filiale eingereicht werden.

Der Weg für einen Baumarkt im Laufenpark ist frei. In jüngster Sitzung stimmte der Gemeinderat mit grosser Mehrheit für die Änderung des bestehenden Bebauungsplans «Laufenpark-Ost», wodurch der Bau eines Obi-Baumarkts mit einer Verkaufsfläche von maximal 7500 Quadratmetern ermöglicht wird.

Die beiden Bauherren des Baumarkts, Michael Schelle und Albert Gebhardt, nahmen das Votum des Gemeinderats mit Freude zur Kenntnis. Sie kündigten an, so bald wie möglich einen Bauantrag bei der Stadt einzureichen. In wenigen Monaten soll es bereits soweit sein, so Schelle. Die Planungen seien bereits weit fortgeschritten, mit den Details habe die Investorengesellschaft allerdings gewartet, bis der Gemeinderat die Bebauungsplanänderung in Satzungsform gegossen habe.

Nur noch zwei echte Einwendungen hatte es gegen den Bebauungsplanentwurf gegeben, wie Bürgermeister Ulrich Krieger dem Gemeinderat darstellte. «Im Vergleich zum Vorentwurf vor einem Jahr, war die Planung jetzt deutlich konkreter», so Krieger. Das habe nicht nur dazu geführt, dass Fachverbände und Behörden keine Einwände mehr vorgebracht haben, sondern auch die Nachbarkommunen Waldshut-Tiengen, Görwihl und Murg ihre ablehnende Haltung gegen das Vorhaben aufgegeben haben. Geblieben sind Einwände aus Albbruck und Bad Säckingen. «Wir haben diese sehr ernst genommen, konnten sie letztlich aber nach intensiver Prüfung zurückweisen.» Damit bliebe den Nachbarn nur der Rechtsweg, um den Baumarkt in Laufenburg zu verhindern.

Umsatzeinbrüche befürchtet

Vorwiegend ging es bei den Einwendungen um befürchtete wirtschaftliche Auswirkungen für Baumärkte und Einzelhandel in Albbruck und Bad Säckingen. Beide Kommunen argumentierten mit dem Kongruenzgebot und dem Beeinträchtigungsverbot, die bei einem derartigen Vorhaben berücksichtigt werden müssten, wie Stadtplaner Till Fleischer darstellte. Bad Säckingen rechne sogar mit Umsatzeinbussen für den dortigen Toom-Baumarkt in Höhe von 30 Prozent – «das käme einer Existenzbedrohung gleich», so Fleischer. Es fehle allerdings an belegbarem Zahlenmaterial für diese Behauptung und laut dem Stadtplaner seien keine gemäss dem Gutachten derart drastischen Folgen für die Nachbarkommunen zu erwarten.

Die Gutachter kämen demnach zu dem Schluss, dass eine «atypische Fallgestaltung» vorliege, die vor allem auf die Grenzlage und den damit verbundenen zu erwartenden hohen Anteil von Schweizer Kundschaft zurückzuführen sei: «Es dürften also keine derart gravierenden Umsatzverteilungen stattfinden, dass gegen das Kongruenzgebot verstossen wird.» Die von der Stadt Bad Säckingen vorgebrachten Zweifel an dem Gutachten bezeichnete er als unbegründet.

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