Rheinfelden
Der Verein Kaufstadt Rheinfelden heisst neu Pro Altstadt Rheinfelden

Weisser Rauch über dem Hotel Schützen. Der Verein Kaufstadt Rheinfelden, der dort seine Generalversammlung abhielt, hat einen neuen Namen: Pro Altstadt Rheinfelden.

Hans Christof Wagner
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Anstossen auf den neuen Namen Pro Altstadt Rheinfelden (von links): Albi Wuhrmann, Silvia Bachmann, Toni Ertler, Marco Veronesi, Heidy Freiermuth, Daniel Vulliamy, Martin Zander und Kevin Kuntz.

Anstossen auf den neuen Namen Pro Altstadt Rheinfelden (von links): Albi Wuhrmann, Silvia Bachmann, Toni Ertler, Marco Veronesi, Heidy Freiermuth, Daniel Vulliamy, Martin Zander und Kevin Kuntz.

Hans Christof Wagner

Der neue Name Pro Altstadt Rheinfelden wurde letztlich einstimmig angenommen. Allerdings kam der Vorstand mit seinem Vorschlag nicht gänzlich durch. Auf Antrag von Tagungspräsident Ruedi Berner verschwand der Zusatz IG (Interessengemeinschaft) aus dem Namen.

Mitglieder hatten den Begriff in der Diskussion als für zu lang und unnötig kritisiert. Der Abstimmung vorausgegangen war ein nochmaliges zweistündiges Werben seitens des Vorstandes.

«Der Name Kaufstadt hat rein auf den Aspekt des Einkaufens fokussiert», sagte Präsident Marco Veronesi.

Der Verein wolle sich aber von der Orientierung nur auf den Detailhandel verabschieden, vielmehr Gastronomen und Immobilienbesitzer innerhalb des «Wirtschafts- und Wohnraumes Rheinfelden Altstadt» ansprechen, gewinnen und repräsentieren. «Nach dem neuen Namen mussten wir nicht suchen, die Änderung ist nur konsequent», sagte Veronesi.

Laut Vizepräsident Albi Wuhrmann war die Kaufstadt von Beginn an nur eine Marketingidee, wobei der Verein nie die erforderlichen Mittel besessen habe, diese Idee auch praktisch umzusetzen.

Zeitweise habe er nur noch 30 Mitglieder repräsentiert, kaum ein Viertel der 120 Detaillisten in der Altstadt. Laut Wuhrmann verschlangen Events mitunter viel Geld, wobei die Mitglieder nicht wirklich dahinterstanden.

Auf zurückgehende Mitgliederzahlen habe der Verein mit steigenden Beiträgen reagiert (zuletzt 600 Franken pro Jahr) und damit den Schwund nur noch vergrössert. «Wir wollen keine Marketingorganisation mehr sein, wir wollen einen Neuanfang als Interessengemeinschaft wagen», unterstrich Wuhrmann.

Auch optisch hat der Verein den neuen Namen umgesetzt. Das neue Logo zeigt jetzt stilisierte Elemente einer bunten Häuserzeile der Altstadt. Patrick Barca hat es entworfen.

«Logos sind nie leicht, sollen sie doch alles symbolisieren, wofür der Verein steht», betonte er. Für ihn ist das im Fall Pro Altstadt gelungen. Stünden die vielen Farben doch für die Buntheit der Mitglieder.

Verkörpere die geschlossene Bauweise wiederum den Gedanken, dass die Mitglieder Schulter und Schulter stünden und für ihre Interessen einstehen.

Trotz aller Neuorientierung: Die bekannten Events der früheren Kaufstadt finden auch 2013 wieder statt: Frühlingserwachen, Usestuhlete, Herbst- und Adventsmarkt.

Das 2013er Budget sieht all diese Veranstaltungen wieder vor. Dem diesjährigen Herbstmarkt wird sich die Stadt mit der Veranstaltung eines Mittelalterspektakels auf der Rheinbrücke und auf dem Inseli anschliessen.

Passend zum Jahresmotto «Die Königsfamilie, Rudolf von Rheinfelden - Graf, Herzog und König». Dies gab Daniel Vulliamy vom Stadtmarketing in der Generalversammlung bekannt.

14'000 Franken Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge sind für 2013 budgetiert - bei 70 Mitgliedern à 200 Franken jährlich. Für 2014 strebt Pro Altstadt 90 Mitglieder an.

«73 haben wir aktuell und von acht Betrieben liegen mündliche Zusagen für den Beitritt vor», teilte Veronesi mit. Mit diesem Konzept will der Verein mittelfristig gesunden. Und nicht nur keine mehr roten Zahlen schreiben, sondern sogar Rücklagen bilden.

Einstimmig Ja sagten die Mitglieder zum neuen Vorstand, der jetzt nur noch aus sieben statt aus neun Personen besteht.

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