Fricktalkonferenz

Der Umweltgedanke rückt in den Fokus

Von links: Thomas Rohrer ersetzt Kathrin Hasler im Vorstand. Weiter dem Frickal-Regio-Vorstand erhalten bleiben Präsident Christian Fricker, Meinrad Schraner und Françoise Moser. Weiterhin die Geschäftsstelle leiten wird Judith Arpagaus.

Von links: Thomas Rohrer ersetzt Kathrin Hasler im Vorstand. Weiter dem Frickal-Regio-Vorstand erhalten bleiben Präsident Christian Fricker, Meinrad Schraner und Françoise Moser. Weiterhin die Geschäftsstelle leiten wird Judith Arpagaus.

Der Fricktal-Regio-Planungsverband hat an der Fricktalkonferenz seine neuen Visionen und Leitsätze präsentiert.

«Wir haben im letzten Jahr fleissig gearbeitet», sagte Christian Fricker, Präsident des Fricktal Regio Planungsverbandes, zum Auftakt der 12. Fricktalkonferenz am Freitagnachmittag im Frick. Damit meinte er die Überarbeitung der Leitsätze und Visionen des Planungsverbandes, die von einem eingesetzten Strategieausschuss ausformuliert wurden. Notwendig sei dies gewesen, um den Megatrends, die mittel- bis langfristig relevant sind, gerecht zu werden – zu den Trends zählen etwa die Urbanisierung, der demografische Wandel oder der technische Fortschritt.

Eine dieser Visionen lautet, dass das Fricktal einen lebendigen Lebensraum anbietet, mit dem sich die Wohnbevölkerung gerne identifiziert. «Die Menschen sollen nicht nur hier arbeiten und schlafen – sie sollen sich hier auch zu Hause fühlen», so Françoise Moser, Vorstandsmitglied von Fricktal Regio. Hierzu gehörten möglichst kurze Wege zwischen Wohnen, Arbeiten und Naherholung, eine gute Gesundheitsversorgung und eine Sensibilisierung für neue Wohnformen im Alter.

Der Umweltgedanke und die Nachhaltigkeit

Bei der Überarbeitung der Leitsätze und Visionen habe man besonders dem Umweltgedanken eine grössere Beachtung geschenkt, sagt Moser. So ist etwa nicht nur von «wertschöpfungsstark», sondern auch von «emissionsarm» die Rede, wenn es um die im Fricktal domizilierten Grosskonzerne und KMU geht. Auch «Nachhaltigkeit» ist ein Schlagwort, das in die einzelnen Themengebiete von Fricktal Regio Einzug gehalten hat. Das Credo sei hierbei «zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem, die grösstmögliche Schnittmenge zu finden», so ­Moser.

Nach der Vorstellung der überarbeiteten Leitsätze und ­Visionen bat Fricker die Vertreter der Gemeinden, diese in ihren Gremien zu diskutieren und auch allfällige Kritik oder Ergänzungen vorzubringen. ­Die Genehmigung der neuen Vi­sionen und Leitsätze soll durch die Abgeordnetenversammlung vom 9. September beschlossen werden.

Register mit freien ­Arbeitsflächen

Judith Arpagaus, Leiterin der Geschäftsstelle, führte aus, dass man im Aufbau eines Katalogs der freien Flächen, die von Gewerbe und Industrie genutzt werden können, auf gutem Weg sei. «So können wir, wenn sich ein Unternehmen im Fricktal ansiedeln will, bei der Suche schnell behilflich sein», so Arpagaus.

Ziel sei es auch, eine Bestandspflege der ansässigen Wirtschaft zu betreiben – auch um zu erfahren, welches Unternehmen, welche Bedürfnisse hat. «Es kostet zehn Mal mehr, ein Unternehmen zu überzeugen, sich anzusiedeln, als eines davon zu überzeugen, in der Region zu bleiben, so Arpagaus. Eines der wichtigsten Ziele, so Arpagaus, sei es, die bestehende Stärke der Life-Science-Branche auszubauen. «Im Fricktal wird jeder zweite Franken in dieser Branche verdient.»

Fricker verabschiedete zum Schluss der Konferenz Kathrin Hasler mit einem Blumenstrauss bei langanhaltendem Applaus aus dem Vorstand.

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Autor

Dennis Kalt

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