Rheinfelden

Der legendäre Städtlikater Nino ist tot – die Anteilnahme ist riesig

Der legendäre Städtlikater von Rheinfelden, Nino, lebt nicht mehrt. Er sei friedlich eingeschlafen, heisst es auf seinem Instagram-Account. Viele nehmen Anteil. Ein Facebook-User schlägt sogar ein kleines Denkmal vor.

Er war der vierbeinige Star in der Altstadt von Rheinfelden: Kater Nino, der in allen Läden ein- und ausging, sich hier und dort seine Streicheleinheiten abholte – und natürlich auch das eine oder andere Leckerli sicherte. Er legte sich in den Geschäften gerne auf Stühle, in Kisten, auf die Tresen oder auch einmal ins Schaufenster uind rollte sich für ein Schläfchen ein. Er war überall willkommen. Nachts hatte er einen festen Platz bei einer Familie, im Restaurant Feldschlösschen war sein Impfausweis hinterlegt – für den Fall der Fälle.

Auch auf den sozialen Medien machte Kater Nino Furore. Er besass einen eigenen Instagram-Auftritt, der von seiner Gastfamilie betrieben wurde, und auf die stolze Zahl von 2490 Abonnenten kam. Über ihn wurden auch etliche Artikel verfasst, einmal schaffte es Nino sogar auf das Cover einer Zeitschrift. Nino, der Shootingstar.

Die Vergangenheitsform lässt es erahnen: Kater Nino lebt nicht mehr. «Heute Nacht bin ich friedlich auf einem meiner Lieblingsplätzchen eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht», heisst es auf seiner Instagram-Seite. «Gestern hab ich ich noch meine Runde durchs Städtli gedreht und noch einige meiner Liebsten gesehen. Ich bedanke mich bei allen für das tolle Leben, das ich führen dufte. Ich schau mir das schöne Rheinfelden jetzt von oben an. Euer Nino.»

Die Betroffenheit in und um Rheinfelden ist gross. Die Todesnachricht wurde gestern hunderte Male auf Facebook geteilt, der Eintrag auf Instagram hatte am Freitagmorgen, 17 Stunden nach der traurigen Nachricht, bereits 462 «Likes» und wurde 212 Mal kommentiert. In vielen Posts erinnern sich die Rheinfelder an ihre Begegnungen mit Nino. «Tschau Nino...du hesch vielnä Freud gmacht. Bisch en so en tollä gsi», schreibt etwa Julia. «Komm gut über die Regenbogenbrücke kleiner Freund... hast mit deinen Begegnungen einem die Seele erheitert», heisst es in einem anderen Kommentar.

«Du warst ein grosser Herzöffner und dafür danke ich dir», hält Maya fest und Jessica schreibt: «Ich werde dich sehr vermissen. Machs gut im Katzenhimmel kleiner Nino.» Betont wird immer wieder auch das verbindende Moment von Kater Nino. Er habe die Fähigkeit oder Eigenschaft gehabt, die Leute einander näher zu bringen, hält etwa Markus auf Facebook fest und Ivo schreibt: «Du hesch vilne Lüt als Stadtkater es Lächle is Gsicht zauberet.» Dies sieht auch Sandra so: «Mir wärde di unändlich vermisse. Du hesch uns soooooo viel mol es Lächle ins Gsicht zauberet.»

«Kleines Denkmal»

Vergessen, das geht aus vielen der Kommentare ebenfalls hervor, werden die Rheinfelder ihren Nino nicht so schnell. Auf Facebook schlägt ein User sogar vor, dem Kater ein kleines Denkmal zu errichten und für ihn die Kirchenglocken läuten zu lassen.

Das sind einige schöne Instagram-Posts von Ninos Account: 

Städtlikatzen gibts auch anderswo: Hier macht es sich Luna, die Königin von Klingnau, vor dem Polizeiposten im Städtli gemütlich – während einer offiziellen Feier. 

Die Königin von Klingnau vor dem Polizeiposten

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Autor

Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

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