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Der grosse Vierbeiner-Report: In Gansingen ist der Lagotto Romagnolo der Star

Hier liegt ein Hund der Rasse Lagotto Romagnolo dösend in seinem Futternapf.

Hier liegt ein Hund der Rasse Lagotto Romagnolo dösend in seinem Futternapf.

Der Hundebestand ist in den Gemeinden besonders hoch, wo gezüchtet wird.

Da laust mich doch der Affe, wird manch ein Olsberger gedacht haben, als er in der AZ las, dass im beschaulichen Dorf 83 Hunde leben. Dies zeigte eine Erhebung der Daten, welche die Tierdatenbank Amicus für die AZ vorgenommen hatte. Damit liegt Olsberg, rein statistisch gesehen, an der Spitze der Fricktaler Hunde-Front. Denn in keiner anderen Gemeinde ist der Hundequotient pro Einwohner höher. Auf 100 Einwohner kommen 23,18 Hunde. In Schwaderloch, der Nummer zwei, sind es 15,16 Hunde, in Rheinfelden, dem Hunde-Schlusslicht dagegen nur 4,46 Hunde pro 100 Einwohner.

Moment, sagt da die Olsberger Gemeindeverwaltung, statistisch möge dies zwar korrekt sein, widerspiegle aber nicht die Realität. Dies ist insofern richtig, dass die Statistik nicht ausweist, ob im Ort eine Hundezucht domiziliert ist oder nicht. Ist dies, wie in Olsberg, der Fall, treibt dies natürlich die Hundequote schnell und, je nach Zucht, massiv in die Höhe. «In Olsberg ist ein Hundezüchter ansässig, der zurzeit alleine 27 Hunde beherbergt», schreibt Andrea Müller von den Einwohnerdiensten der Gemeinde an die AZ. Zieht man allein diese Hundezucht ab, kommt man auf einen Wert von 15,6 Hunden pro 100 Einwohner. Weitere Züchter nicht miteinberechnet.

In Gansingen, das heute in der AZ-Serie «Der Hundereport» an der Reihe ist, kommen 11,71 Hunde auf 100 Einwohner. Auch hier wird gezüchtet. Im Durchschnitt sind die Gansinger Hunde 2466 Tag oder 6,75 Jahre alt, lässt sich aus der Tierdatenbank herauslesen. Vor zehn Jahren lebten 102 Hunde im Dorf, die im Schnitt 2570 Tage alt waren.

Am häufigsten begegnet man in Gansingen Mischlingen – sie machen im gesamten Fricktal rund ein Viertel aller Hunde aus – Lagotto-Romagnolo-Hunden; dies deshalb, weil diese Rasse im Ort gezüchtet wird. Am 1. April waren 12 Lagotto Romagnolo angemeldet. Fricktalweit schafft es der Lagotto Romagnolo nicht in die Top Ten der am meisten verbreiteten Hunderassen. In der Rassen-Beliebtheitsskala folgen in Gansingen der Chihuahua mit fünf sowie der Jack Russel Terrier und der Zwergpudel mit je vier Artgenossen auf den Plätzen 2 bis 4.

Jeder Hund ist aber ohnehin ein Unikat und für seinen Besitzer oder seine Besitzerin unersetzbar. Ein Unikat ist er in Gansingen aber auch noch aus einem anderen Grund: In der Tierdatenbank Amicus ist kein Name doppelt geführt. Jeder Hund heisst somit anders – oder schreibt sich zumindest leicht anders. Ob dem Hund dabei die Differenz zwischen Jimmi und Jimmy oder zwischen Johnny und Jonny bewusst (und wichtig) ist, ist eine andere Frage.

Bei unserer Hündin, einer Etepetete-Collie-Dame, war das mit dem Namen ohnehin so eine Sache. Gina hiess sie; ihren Namen kannte sie immer dann besonders gut, wenn es ein Leckerli gab. War sie hingegen ins Schnuffeln vertieft, so war der Name (und die Umwelt) plötzlich vergessen und aus dem Gedächtnis entschwunden – so wie es der fast gleichtönende Flaschengeist, die bezaubernde Jeannie, zu tun pflegte.

Die Namenspalette in Gansingen ist entsprechend breit und reicht von Aiko über Baileys, Pinky, Whisky bis hin zu Zucca.

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Autor

Thomas Wehrli

Thomas Wehrli

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