Mumpf

Der erste Stahlträger für das Eidgenössische Pontonierwettfahren steht

Endlich, nach mehreren Versuchen klappt es: Militärangehörige rammten am Donnerstag den ersten von sechs Stahlträgern in den felsigen Rheingrund in Mumpf.

Endlich, nach mehreren Versuchen klappt es: Militärangehörige rammten am Donnerstag den ersten von sechs Stahlträgern in den felsigen Rheingrund in Mumpf.

Für das Eidgenössische Pontonierwettfahren müssen temporär Stahlträger in den Rheingrund gerammt werden. Nach mehreren Versuchen hat es nun endlich geklappt.

Einen Grossanlass wie das Eidgenössische Pontonierwettfahren, das vom 26. bis 28. Juni in Mumpf über den Rhein geht, zu organisieren, erfordert eine lange Vorbereitungs- und Planungszeit. Seit mehr als zwei Jahren ist denn auch das OK unter dem Co-Präsidium von Gemeindeammann Jürg Müller und Urs Stocker bereits mit den Arbeiten beschäftigt. Knapp einen Monat vor der Durchführung des Wettkampfes stehen viele der nötigen Bauten. 300 Kubikmeter Holz wurden dafür verwendet.

Auch bei bester Organisation kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Unvorhergesehenes kurzfristig neu geplant werden muss. In Mumpf ist es der felsige Rheingrund, der für zusätzlichen Aufwand sorgte, beziehungsweise noch sorgt. Bereits bei den Aufbauarbeiten im Frühjahr bekamen die Mumpfer Unterstützung von Angehörigen der Schweizer Armee. Schon damals wurde festgestellt, dass für den Bootsfährenwettkampf keine Holzpfähle in den Rheinboden gerammt werden konnten. Stahlträger sollten es sein. Vor einigen Wochen war die Armee wieder vor Ort und versuchte, die Stahlträger in den Untergrund zu rammen. Es blieb beim Versuch. Der Grund für das Scheitern lag nicht nur am harten Flussgrund, sondern auch am damals herrschenden Hochwasser.

Endlich, es hat geklappt

Gestern Donnerstag war das Militär wieder in Mumpf. Von der Rammplattform, auf dem Rhein ertönten in gleichmässigen Abständen dumpfe Schläge. Via Funk informierten sich die Armeeangehörigen regelmässig über den Stand. Klappt es dieses Mal? «1 Meter 30. Das ist Hammer.» Der freudige Ausruf von OK-Präsident Jürg Müller kurz vor 12 Uhr signalisierte: Der dritte Versuch war erfolgreich.

Zwei Meter tief müssen die Stahlträger in den Rheingrund. Dass es bei der erneuten Aktion aber nicht gleich von Beginn an funktionierte, veranschaulichten zwei massiv verbogenen Stahlträger unterhalb einer Zuschauertribüne am Rheinufer. «Sie waren zu schwach», erklärt Jürg Müller. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatte deshalb der Materialverwalter des Vereins, Rico Jegge, bis um Mitternacht zwei der zugespitzten einfachen H-Träger zusammengeschweisst. Dicker und stärker liess sich der Stählerne nun tatsächlich in den Bundsandstein treiben.

Das Militär, dessen dreitägiger Einsatz gestern Donnerstag bereits wieder endete, wird um die weiteren Träger in den Rhein zu rammen, nochmals nach Mumpf kommen müssen. Der erneute Einsatz muss aber zuerst noch beantragt werden. Jürg Müller spricht der Armee für die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit rund um das eidgenössische Pontonierwettfahren ein grosses Kompliment auf. Er betont zudem, dass ohne die Unterstützung des Militärs ein Grossanlass, wie er nun bald in der Rheingemeinde stattfindet, gar nicht durchgeführt werden könnte.

Trotz dieser Unterstützung ist der Zeit- und Arbeitsaufwand, den die Helfer aus den Vereinsreihen und auch anderen Dorfvereinen vor, während und nach dem sportlichen Grossereignis leisten, immens. Am Wochenende darf nochmals durchgeatmet werden. Dann aber heisst es, Ärmel wieder hochkrempeln und kräftig mit anpacken. Es gibt noch viel zu tun. Eine Woche Ferien im Geschäft nehmen, um dafür am 39. Eidgenössischen Pontonierwettfahren mitzuhelfen, ist für die Vereinsangehörigen Ehrensache.

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