Rheinfelden
Der erste Schultag im Millionenbau ist geschafft – doch jetzt kommen noch die Sanierungsarbeiten

30 Millionen Franken bewilligte der Souverän für die Erweiterung der Schulanlage Engerfelds. Nun ist der Neubau bezogen. Jetzt beginnt die Sanierung der bestehenden Anlagen.

Nadine Böni
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Urs Affolter, Hans Gloor und Hans Marthaler (v.l.) freuten sich über die pünktliche Eröffnung des Neubaus. nbo

Urs Affolter, Hans Gloor und Hans Marthaler (v.l.) freuten sich über die pünktliche Eröffnung des Neubaus. nbo

Noch ist der Eingang von Absperrgittern gesäumt, noch stehen nicht die richtigen Stühle in der Mensa und noch gibt es auch keinen Pausengong. Aber: Der Neubau beim Schulhaus Engerfeld ist bezogen, kurz vor Weihnachten wurde im laufenden Schulbetrieb gezügelt. Seit gestern Montagmorgen findet der Unterricht in den neuen Räumlichkeiten statt.

Am Abend trafen sich Vertreter der Stadt Rheinfelden sowie der an der Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) beteiligten Gemeinden Kaiseraugst, Magden, Mumpf, Obermumpf, Olsberg, Schupfart, Stein und Wallbach für eine erste Besichtigung des 20-Millionen-Baus. Unter den Gästen war auch Hans Marthaler, Rektor des Berufsbildungszentrums Fricktal (BZF), dessen Schüler hier neu unterrichtet werden. Und auch Vertreter des KUF-Vorstands, der Schulpflege, des Hauswartteams und der Lehrerschaft waren gekommen.

Etappenziel erreicht

«Die Feuerprobe ist bestanden», zog Stadtrat Hans Gloor ein Fazit zum ersten Schultag. Was jetzt noch fehlt, wird in den kommenden Tagen und Wochen angeliefert oder installiert. Die richtigen Stühle für die Mensa etwa sollen am 18. Januar im Neubau ankommen. In der Mensa wurden am ersten Tag schon über 150 Menüs verkauft.

«Mit dem Bezug ist ein wichtiges Etappenziel erreicht», befanden Hans Gloor und Stadtbaumeister Urs Affolter unisono. Der Spatenstich für den Erweiterungsbau fand im August 2017 statt. «Der Bau konnte termingerecht abgeschlossen werden und auch mit den Kosten befinden wir uns im Rahmen», so Affolter. Der Rheinfelder Souverän hatte für die Erweiterung und die Sanierung der Schulanlage vor drei Jahren rund 30 Millionen Franken genehmigt. Rund zwei Drittel davon entfallen auf die nun fertiggestellte Erweiterung, ein Drittel ist für die nun anstehende Sanierung der bestehenden Anlage vorgesehen. «Ein mindestens ebenso wichtiges Projekt wie die Erweiterung», sagte Affolter.

Sanierung hat begonnen

Die Sanierungsarbeiten haben bereits begonnen, davon zeugen die bereitgestellten Gerätschaften um das Gebäude. Hier wird ab sofort in drei Etappen gearbeitet, sodass der Unterricht immer stattfinden kann. Jede Etappe dauert rund zwei Monate. Auf den Schuljahresbeginn 2019/20 sollen die Arbeiten weitgehend abgeschlossen sein. Ab dann besuchen auch die Schüler aus dem Fischingertal und aus Stein die Oberstufe in Rheinfelden.

BZF-Rektor Hans Marthaler dankte in seiner Ansprache den Verantwortlichen und hielt ein wahres Plädoyer für die Berufslehre. Sie sei «der Königsweg der Berufsbildung und eine wichtige Säule der Volkswirtschaft», so Marthaler. Als Beispiel nannte er gleich den Neubau beim Engerfeld: «Die meisten Handwerker, die daran beteiligt sind, haben einst selbst eine Berufslehre absolviert.»

Gerüstet für die Zukunft

«Es ist von grosser Bedeutung, dass dieser Königsweg vor Ort angeboten werden kann», sagte Marthaler. Der Neubau mit seiner «modernen und zweckmässigen Infrastruktur» schaffe dafür ideale Bedingungen. «Es wurde ein wichtiger Beitrag gegen den Fachkräftemangel geleistet», befand der Rektor.

Marthaler wagte auch einen Blick in die fernere Zukunft. Derzeit besuchen rund 700 Schülerinnen und Schüler das Berufsbildungszentrum. Der Neubau bietet ein Entwicklungspotenzial von bis zu 1200 Schülerinnen und Schülern. «Der Bau wurde mit Weitsicht geplant und erstellt. Wir können heute nicht wissen, was in 40 Jahren ist – aber ich bin überzeugt davon, dass wir mit diesem Bau gerüstet dafür sind», so Marthaler.