Anfang Jahr zogen die Korps der Kantons- und der Regionalpolizei ins renovierte alte Gemeindehaus von Frick um. Daraufhin beauftragte die Gemeinde Remax Oberes Fricktal mit dem Verkauf des nun leerstehenden alten Polizeigebäudes. Dieses wurde 1953 erbaut und war ursprünglich der Sitz der Allgemeinen Aargauischen Ersparniskasse. In der Liegenschaft befinden sich noch heute Tresorräume und eine Arrestzelle.

Nun hat die Gemeinde Frick eine Käuferin für das Gebäude gefunden. Wie es in einer Mitteilung heisst, kauft die in Frick ansässige Tierstein Immobilien AG die rund 2100 Quadratmeter grosse Parzelle mit dem Polizeigebäude.

Kaufpreis: 2,65 Millionen

Der Verkaufspreis liegt bei 2,65 Millionen Franken – und damit unter dem Preis von 3,39 Millionen Franken, der in der ursprünglichen Ausschreibung aufgerufen wurde. Man habe festgestellt, dass man bei der ersten Schätzung von einem Ertragswert ausgegangen sei, der für Frick nicht realistisch sei, erklärt Gemeindeschreiber Michael Widmer. Mit einer Neuberechnung sei man nun auf den vereinbarten Verkaufspreis gekommen. Die Einwohnergemeinde Frick hatte das Gebäude 1998 zum Preis von zwei Millionen Franken erworben.

«Ursprünglich gab es eine Handvoll Interessenten», so Widmer weiter. Konkretisiert hätten sich aber nur die Gespräche mit der Tierstein Immobilien AG. «Der Gemeinde ist es wichtig, dass an dieser zentralen Lage eine Nutzung entsteht, die Leben bringt und es keinen langen Leerstand gibt», sagt der Gemeindeschreiber.

Wohn- und Geschäftshaus

Gemäss Dominik Eckert, Geschäftsführer der Tierstein AG, welche die Liegenschaft bewirtschaftet, soll auf der Parzelle – der der Hauptstrasse zugewandte Teil liegt in der Dorfkernzone, der hintere Teil in der Zentrumszone – ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen. «Angedacht ist, das bestehende Gebäude abzureissen und einen Neubau zu erstellen», sagt Eckert.

Für konkretere Aussagen zur Anzahl der Wohnungen oder der Grösse der Gewerbeflächen sei es derzeit noch zu früh. «Wir gehen jetzt zeitnah in die Planungsphase», so Eckert. Er gehe davon aus, dass man im Laufe des kommenden Jahres ein Projekt präsentieren könne. Es laufen zudem Gespräche für eine adäquate Zwischennutzung des Gebäudes.