Rheinfelden

Das neue Wohn- und Pflegezentrum ist bald bezugsbereit

Der grosszügige Dachgarten im Demenzbereich beeindruckte die Besucher.

Der grosszügige Dachgarten im Demenzbereich beeindruckte die Besucher.

In der Grossüberbauung Salmenpark auf dem einstigen Brauereiareal steht ein erster und wichtiger Bauabschnitt kurz vor seiner Vollendung. Bald hat man dort rund 100 Betten in Zimmern oder altersgerechten Wohnungen zur Verfügung.

Das neue Wohn- und Pflegezentrum Salmenpark soll nun offiziell mit einem Tag der offenen Tür am 30. Januar 2016 eröffnet werden. Dies bestätigten der Gebietsleiter West, Matthias Kuratli, und der Strategische Berater Beat Ammann von der Tertianum-Gruppe an einer Info-Veranstaltung am Samstag im Beisein des Rheinfelder Stadtrats und am Projekt interessierten Gästen.

Mit dabei auch Christine Hunziker, die seit Mai als Geschäftsleiterin fungiert und in den zurückliegenden Monaten während der Ausbauzeit manche Hürden überwinden musste.

Sei es im Aufbau ihres Teams oder Detailabklärungen im Zuge des Ausbaus von Pflege- und Wohnbereichen. Dass sie voller Elan ihre Aufgaben angeht, zeigte ein persönliches Gespräch an Rande: «Besonders am Herzen liegen mir die Menschen mit ihren Geschichten und die Mitarbeiter, die bald den Salmenpark mit Leben füllen werden».

Langjährige Erfahrung

Christine Hunziker verfügt über langjährige Führungserfahrung. Sie begann ihre berufliche Laufbahn als diplomierte Pflegefachfrau mit Zusatzausbildungen in Intensivpflege und Anästhesie am Kantonsspital Aarau.

Zahlreiche Fort- und Weiterbildungen in den Bereichen Führung, Informatik, Kommunikation, Projekt- und Qualitätsmanagement folgten. Beruflich zu erwähnen sind die beiden letzten Stationen, wo Christine Hunziker als Leiterin Pflegedienst (APH Ebikon) arbeitete und acht Jahre die Geschäftsleiterin des Alters- und Pflegezentrums Waldruh in Willisau war.

Die 58-jährige Aargauerin wohnt in Leimbach und blickt erwartungsfroh auf ihre neue Aufgabe in Rheinfelden, wo eine Gesamtverantwortung für total rund 100 Betten in Einzel- oder Doppelzimmern und 26 altersgerechten Wohnungen besteht.

Entlastung der Angehörigen

Ferner gibt es einen speziellen Bereich für Demenzkranke, die auch einen gut abgeschirmten Dachgarten nutzen dürfen, wie im Zuge einer Führung durch das neue Wohn- und Pflegezentrum deutlich wurde.

Ein modellhaft eingerichtetes Pflegezimmer durfte ebenso angeschaut werden wie der Sektor für betreutes Wohnen mit 2- bis 31/2-Zimmerwohnungen. Dass es einen Mehrzweckraum für Feiern oder gar eine Bibliothek gibt, fiel angenehm auf.

Die Organisation ermöglicht übrigens, etwa zur Entlastung von pflegenden Angehörigen, die zu Betreuenden mal zu einem Kurz- oder Ferienaufenthalt in die Obhut des Salmenparks zu bringen.

Während des Rundgangs erfuhren die Gäste, dass beispielsweise verschiedene Dienstleistungspakete gebucht werden können, es einen Rund-um-die-Uhr-Notfalldienst und Spitex im Haus gibt.

Ein öffentlicher Bereich mit Restaurant und Coiffeur bietet sich ebenfalls an. Dass künftig auch der Coop in Parterre seinen neuen Standort Rheinfelden haben wird, wurde an diesem Info-Samstag deutlich.

In den nächsten Wochen geht es, wie mit der Stadt vereinbart, darum, die Betagten aus dem benachbarten Heim Kloos umzusiedeln und ihnen im Salmenpark eine neue Bleibe zu geben.

Kloos ist ein städtisches Alters- und Pflegeheim und wird im Mandatsverfahren bislang vom Verein Oberes Fricktal betreut. Das ehemalige denkmalgeschützte Aussätzigenhaus bietet noch für 21 leicht bis schwer pflegebedürftige Menschen ein zu Hause.

Allgemeinmediziner gesucht

CEO Beat Ammann meinte, dass es bis zur Gesamtauslastung des Wohn- und Pflegezentrums Salmenpark etwa anderthalb Jahre dauern werde. Bis dahin rechnet er damit, etwa 150 Mitarbeitende beschäftigen zu können.

Mit 30 Personen startet die Einrichtung. Derzeit befinde man sich noch auf der Suche nach einen Allgemeinmediziner, der im Gebäudekomplex seine Praxis einrichten könnte.

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