Frick
Das neue Gemeindehaus von Frick ist auf Kurs

Der Bau des Gemeindehauses Frick ist in vollem Gang. Dank gutem Wetter sogar mit Vorsprung auf den Zeitplan.

Nadine Pfeifer
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Das neue Gemeindehaus nimmt immer mehr Gestalt an.NBo

Das neue Gemeindehaus nimmt immer mehr Gestalt an.NBo

Nadine Böni

«Von meinem Fenster aus sehe ich die Bauarbeiter bei der Arbeit. Sie sind jetzt am obersten Stock», sagt Gemeindeschreiber Heinz Schmid. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Die Verzögerung, die durch das Referendum gegen den Kredit im September 2013 entstanden ist, wurde wettgemacht. Heinz Schmid erklärt: «Vor allem das gute Wetter ist uns sehr entgegengekommen. Aber auch die sehr gute Organisation der Baustelle war zuträglich. Jetzt haben wir sogar einen leichten Vorsprung auf den Zeitplan.»

Verbesserte Platzverhältnisse

Im Sommer 2016 werden die Beamten der Gemeindeverwaltung in das neue, zweienhalb Stockwerk grosse Gebäude gegenüber vom bisherigen Gemeindehaus einziehen können. Gleich nach dem Umzug startet der Umbau der beiden alten Gebäude. Nach deren energetischen Sanierung werden voraussichtlich im Sommer 2017 Kantons- und Regionalpolizei einziehen. Bisher ist die Polizei im Bankgebäude von Frick untergebracht.

Die Platzverhältnisse sind schon seit längerer Zeit schwierig, denn die Einwohnerzahl von Frick ist seit der letzten Sanierung des Gemeindehauses (1974) von 3100 auf über 5000 Personen gestiegen. Das macht sich bei Verwaltung und Polizei bemerkbar. «Mittlerweile sind die Platzverhältnisse im Gemeindehaus knapp und auch die Polizei platzt aus allen Nähten», sagte der ehemalige Gemeindeammann Anton Mösch an der Infoveranstaltung im Mai 2013. Im gleichen Jahr betonte sogar Urs Boss, Gegner des teuren Neu- und Umbaus: «Platznot ist objektiv messbar. Wir verneinen die akute Situation nicht.»

Referendum gegen 12 Millionen

Beinahe 13 Millionen Franken kostet der Bau des neuen Gemeindehauses und die Sanierung der beiden bisherigen Verwaltungsgebäude insgesamt. 12 Millionen wurden als Kredit für den Bau gewährt, knapp eine Million kostete die Projektierung. Die Gemeindeversammlung genehmigte den Kredit von 12 Millionen für den Bau im Juni 2013. Die Zustimmung war mit 98 zu 60 Stimmen jedoch knapp. Daraufhin ergriffen Skeptiker ein Referendum.

Die Gegner des grossen Neubaus schlugen damals eine Dezentralisierung der Verwaltung vor. Also das Mieten von Büroräumlichkeiten an verschiedenen Standorten. Das Aufteilen der Gemeindeverwaltung hatte in den Augen der Befürworter aber mehr Nach- als Vorteile. Schlussendlich entschied sich das Volk an der Urne im September 2013 dann für das Gemeindehaus und gegen das Referendum.

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