Laufenburg
Das «Löwen von Laufenburg»: Kapitän Schroff ist auch mit 66 an Bord

Kapitän Jürgen Schroff des «Löwen von Laufenburg» geht in die 19. Saison. «Es ist mir sehr wichtig, dass es weitergeht», hatte der patentierte Kapitän stets betont und legt noch einmal ab. Die Bemühungen um einen Verkauf des Fahrgastschiffes laufen.

Winfried Dietsche
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Vor der zweiten Ehrenrunde: Jürgen Schroff, Kapitän des «Löwen von Laufenburg».Archiv

Vor der zweiten Ehrenrunde: Jürgen Schroff, Kapitän des «Löwen von Laufenburg».Archiv

Stefan Sahli

Jürgen Schroff hält es ein Stück weit mit Udo Jürgens und dem 1977er Hit des 2014 gestorbenen Sängers: Auch mit 66 Jahren ist für den Kapitän des «Löwen von Laufenburg» noch nicht Schluss. An Ostern startet der gebürtige Lauchringer, nachdem ein in Aussicht stehender Verkauf des Fahrgastschiffbetriebs gescheitert ist, in die 19. Saison – wie schon 2017 mit einem reduzierten Programm.

Schon voriges Jahr hatte Schroff nur mehr eine Ehrenrunde drehen wollen, da in Sachen Unternehmensverkauf «was im Tun» gewesen war, und das Angebot an Fahrten verringert. «Schliesslich sind meine Frau und ich im Rentenalter und wollen es etwas ruhiger angehen lassen», so sein Argument. Im März 2017 hatte er auch schon den Vorsitz im Laufenburger Gewerbeverband an Dietmar Fink abgegeben.

Dreimal gebucht im Januar

Nun legt er mit dem «Löwen» als seinem «Baby» noch einmal ab. Für Sonderanlässe steht das Laufenburger Schiff mit seiner Kapazität für 75 Fahrgäste weiterhin flexibel zur Verfügung. So sei es für den Januar für geschlossene Gesellschaften bereits dreimal gebucht worden, erklärte Schroff auf Anfrage.

«Es ist mir sehr wichtig, dass es weitergeht», hatte der patentierte Kapitän stets betont. Und so gehen denn auch die Bemühungen um einen Verkauf des «gut eingeführten» Unternehmens mit dem von der Zentralstelle Schiffsuntersuchungskommission (ZSUK) Mannheim bis November 2019 abgenommenen und «mit allem, was man für einen guten Restaurationsbetrieb braucht», ausgestatteten Schiff weiter. Wie Schroff sagt, sind «drei internationale Schiffsmakler» mit der Veräusserung betraut.

Wichtiges Tourismusangebot

Der «Löwe von Laufenburg», der zwischen den beiden Rheinkraftwerken Albbruck und Bad Säckingen verkehrt, ist – zusammen mit der MS Stadt Laufenburg auf der Schweizer Seite – ein zentrales durchgängiges Angebot im Tourismusprogramm der beiden Schwesterstädte.