Frick

«Das Fricktal zeigt sich in einer Position der Stärke»

Im Fricktal nimmt die Chemie- und Pharmaindustrie nach wie vor die Schlüsselposition ein und etabliert sich weiter in der Region, hier die Baustelle (Teilansicht) von Novartis in Stein. chr

Im Fricktal nimmt die Chemie- und Pharmaindustrie nach wie vor die Schlüsselposition ein und etabliert sich weiter in der Region, hier die Baustelle (Teilansicht) von Novartis in Stein. chr

Standortpolitiker Hans Rudolf Arm sagt der Region gute Aussichten für die Zukunft voraus. Es gebe allerdings Verbesserungspotenzial im wirtschaftlichen Bereich. Und beim Tourismuskonzept brauche es einen neuen Anlauf.

Das vom Planungsverband Fricktal Regio organisierte Gemeindeseminar, welches diese Woche in Frick stattfand, wurde gestern Freitagnachmittag mit der 6. Fricktalkonferenz abgeschlossen. Dabei stand neben dem Jurapark-Projekt auch die Frage nach der Weiterführung des Regionalen Entwicklungskonzepts Fricktal (REK) im Zentrum, wobei schon einige Projekte umgesetzt werden konnten: Ziel des REK ist die Positionierung des Fricktals als international wettbewerbsfähige Region, die Integration der stärkeren und schwächeren Gemeinden sowie die Berücksichtigung der heutigen und der künftigen Generation.

Planungsverbandspräsident Hansueli Bühler stellte Hans Rudolf Arm vor, Dozent HSR für Standortpolitik, der verschiedene Wege aufzeigte und zum Schluss ein durchaus positives Fazit zog: «Die Region hat gute Zukunftsaussichten – das Fricktal zeigt sich in einer Position der Stärke. Zur guten Gesamtposition trägt der zweite Sektor bei: Industrie, Gewerbe und Handwerk.

Der Referent war allerdings nicht nur des Lobes voll, sondern wies unverblümt auf die wunden Punkte hin: «Die Beschäftigungszunahme in letzter Zeit ist unterdurchschnittlich; es liegen Disparitäten der Beschäftigungsentwicklung vor.» Der Dozent hielt weiter fest: «Der Tourismus stockt, das Tourismuskonzept ist nicht umgesetzt; dort braucht es einen neuen Anlauf.

Im wirtschaftlichen Bereich ist die Strategie grösstenteils erfolgreich und das Ziel erreicht worden, doch gibt es da ebenfalls noch Verbesserungspotenzial.» Dafür habe sich die stationäre Langzeitpatientenpflege etabliert, sie sei vom Kanton akzeptiert und die spitalexterne Krankenpflege, die Spitex Fricktal AG, inzwischen gegründet und gestartet.

Branche mit riesigen Investitionen

«Positiv wirken sich die Aktivitäten der Chemie- und Pharmaindustrie aus, die immer noch die Schlüsselrolle einnimmt und in den letzten fünf Jahren im Fricktal 660 Millionen Franken investiert hat», betonte Hans Rudolf Arm, der als zentrale Herausforderung für das Fricktal die Intensivierung der Markenpolitik und des Standortmarketings sieht.

5 strategische Teilregionen

Der Referent schlug die Schaffung von 5 strategischen Teilregionen vor: Teilregion 1 mit Rheinfelden, Kaiseraugst, Magden und Olsberg; Teilregion 2 mit Möhlin, Wallbach, Zeiningen, Zuzgen, Hellikon und Wegenstetten; Teilregion 3 mit Stein, Mumpf, Obermumpf, Schupfart, Münchwilen, Eiken und Sisseln; Teilregion 4 mit Frick, Gipf-Oberfrick, Oeschgen, Wittnau, Wölflinswil, Oberhof, Hornussen, Ueken, Herznach, Zeihen, Bözen, Effingen und Elfingen; Teilregion 5 mit Laufenburg, Kaisten, Mettauertal, Schwaderloch und Gansingen. Der Planungsverband hat somit eine ganze Reihe weiterer Aufgaben zu lösen.

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