Frick/Möhlin

Das Fricktal als Fussball-Mekka: Dieses Jahr finden gleich zwei Cuptuniere statt

In Frick und Möhlin finden in diesem Jahr die Finaltage der regionalen Fussball-Cupturniere statt. An beiden Orten laufen die Vorbereitungen für den Grossanlass schon seit Monaten.

Für Amateur-Fussballer aus den unteren Ligen ist es ein Traum: die Teilnahme am Cupfinal des regionalen Fussballverbands. Die Spiele werden vor meist grossem Publikum ausgetragen und der Gewinner qualifiziert sich für die erste Runde des Schweizer Cups – hat also die Chance, sich mit einem der grossen Schweizer Klubs zu messen, etwa dem designierten Meister YB, dem FC Basel oder dem FC Zürich.

Dieses Jahr finden gleich zwei regionale Cupfinals im Fricktal statt (siehe ganz unten). Jener des Aargauischen Fussballverbands am 10. Mai auf dem «Ebnet» in Frick, jener des Nordwestschweizer Fussballverbands am 16. Juni auf dem «Steinli» in Möhlin. In Frick ist der FC Frick für die Organisation zuständig, in Möhlin sind es gleich drei Vereine: die Sektion «Associazioni Cristiane Lavoratori Internazionali» (ACLI), der FC Möhlin-Riburg/ACLI, sowie der Fussballverein NK Pajde.

Erfahrung mit Grossanlass

Die Vorbereitungen laufen an beiden Orten schon seit Monaten. Bei beiden Gastgebern kümmert sich ein eigenes Organisationskomitee um den Finaltag. Sowohl die drei Möhliner Vereine als auch der FC Frick haben bereits Erfahrung gesammelt mit der Organisation von Grossanlässen.

In Möhlin fand unter anderem 2012 schon einmal der Final des Basler Cups statt. Für den FC Frick ist es hingegen der erste Cupfinal. Allerdings führt der Verein seit fast 30 Jahren ein grosses Juniorenturnier durch. «Wir haben Erfahrung mit Grossanlässen – wenn auch der Cupfinal noch mal grösser wird als das Juniorenturnier», sagt Vereinspräsident Adrian Köchli. «Es ist eine Ehre, den Final austragen zu dürfen.»

Das sieht auch Thomas Metzger, Präsident des FC Möhlin-Riburg/ACLI, so. «Für uns ist es eine Chance, eine Visitenkarte für Möhlin und das Fricktal abzugeben.» Den Final des Basler Cups stellen die Organisatoren unter das Motto: Drei Kulturen – eine Leidenschaft. «Wir können ein Zeichen an die Bevölkerung geben, dass die Vereine zusammenstehen», sagt Metzger. «Dafür lohnt sich der Aufwand.»

Viele Helfer im Einsatz

Und der ist nicht zu unterschätzen. Die Verbände machen in einem Dossier gewisse Vorgaben zur Infrastruktur – in Frick etwa zu den Verpflegungs- und Getränkeständen, zur Platzierung der Werbebanden oder zu den Einrichtungen für Presse und Sponsoren. Ausserdem stehen Hunderte Helfer im Einsatz.

250 sind es in Frick – und das nur am Finaltag selber. Weitere Helfer kümmern sich um den Auf- und Abbau davor und danach. So ist unter anderem eine provisorische Tribüne geplant. Auch in Möhlin müssen gegen 2000 Helferstunden von Mitgliedern geleistet werden. «Dabei sind wir auf die Hilfe aller Vereinsmitglieder bis zu den Junioren angewiesen», sagt Metzger.

WM-Spiele auf der Leinwand

Der Dienstplan mit den Schichten steht inzwischen, nun geht es darum, ihn mit Helfern zu füllen. Auch in Frick sind sie dabei, die Helferliste zu komplettieren. Noch hat es einige Lücken. OK-Chef Michael Herde aber ist zuversichtlich, dass am Ende alle Posten vergeben sind. «Die Mitglieder wissen, dass wir auf den Anlass angewiesen sind und es zu den Pflichten gehört, Einsätze zu leisten.»

Der Final des Basler Cups in Möhlin findet erst gut einen Monat nach seinem Aargauer Pendant in Frick statt. Die Vorbereitungen in Frick sind deshalb schon weiter. Aber: Das benötigte Material für die Infrastruktur sei reserviert, die Acts für die Abendunterhaltung gebucht, sagt Metzger. Während des dreitägigen Anlasses wird in Russland an der Weltmeisterschaft gespielt. Unter anderem sollen die Spiele der Schweiz Nati und von Kroatien auf einer Grossleinwand gezeigt werden. Der Flyer und die Plakate, um den Anlass zu bewerben, sind schon fertig. «Jetzt steht die Detailplanung an und es geht an die Umsetzung», sagt Metzger.

Wichtig für den Verein

Die Einnahmen, welche die Organisatoren in der Festwirtschaft erzielen, fliessen vollumfänglich in die Vereinskassen. «Sie sind neben den Mitgliederbeiträgen der grösste Posten im Budget und daher extrem wichtig», sagt Michael Herde vom FC Frick. Die Erfahrung aus den vergangenen Jahren zeigt, dass allein zu den Finalspielen der Aktiven jeweils über 1500 Zuschauer kommen.

In Frick treffen im Spiel der Aktiven die beiden Zweitligisten FC Klingnau und FC Suhr aufeinander. Wer hingegen im Basler Cupfinal in Möhlin spielt, ist noch unklar. Eine Fricktaler Beteiligung ist aber noch möglich: Der 3. Liga-Spitzenreiter FC Wallbach spielt am kommenden Mittwoch zu Hause im Halbfinal gegen das 2. Liga-Topteam FC Concordia Basel. Ein Finale mit Wallbach hätte sicherlich Einfluss auf den Zuschaueraufmarsch, ist Metzger überzeugt. Und: «Zwischen Wallbach und Möhlin besteht eine gesunde Rivalität. Eine Finalteilnahme der Wallbacher gäbe dem Tag eine zusätzliche Note.»

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