Wittnau
Das Beste kommt am Ostertreffen zum Schluss

25 Jugendliche aus dem Fricktal waren am Juseso-Ostertreffen der Leidensgeschichte Jesu auf der Spur.

Hans Christof Wagner
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Beim Ostertreffen gab es einen schwierigen Krimifall zu lösen; Melanie Hüsler (links) und Destina Al verkörperten Charaktere bei der Suche nach dem Mörder.hcw

Beim Ostertreffen gab es einen schwierigen Krimifall zu lösen; Melanie Hüsler (links) und Destina Al verkörperten Charaktere bei der Suche nach dem Mörder.hcw

Hans Christof Wagner

Auftakt an Gründonnerstagabend: Im Foyer der Turnhalle am Schulgelände türmten sich Taschen, Koffer, Schlaf- und Rucksäcke aufeinander. In der Turnhalle sassen die 25 Teilnehmer und fast ebenso viele Betreuer und freiwillige Helfer im grossen Kreis zusammen.

Reihum wurden die 17 Artikel verlesen, an die sich alle während des Ostertreffens halten sollen. Zusammen bildeten sie den Wittnauer «Bro Code» – in Anlehnung an die Statuten des Barney Stinson aus der amerikanischen TV-Serie «How I met your mother». Grösste Unterschiede zum Fernsehen: «Auch Frauen sind Bros». Und: «Bros können auch ohne Alkohol Spass haben» – Artikel 2 und 6 des Verhaltenskodex für die Fricktaler Jugendlichen.

Der Würfel fällt

Derart eingeschworen auf die Regeln der kommenden drei Tage, teilten sich die 25 Teilnehmer in drei Gruppen auf, um sich selbst und die Leiter näher kennenzulernen. Ein grosser Würfel machte die Runde. Jeder Jugendliche musste so viele Dinge über sich berichten, wie er gewürfelt hatte.

Viele erzählten von ihren Hobbys, von Haustieren, Geschwistern und beruflichen Plänen. Manche offenbarten mehr, als sie nach der Würfelzahl hätten müssen. Lukas Binkert aus Gipf-Oberfrick berichtete, dass er Euphonium spielt. Gruppenleiter David Heimann aus Wölflinswil outete sich als Autoschrauber.

Als Detektive mussten sich die Ostertreffen-Teilnehmer beim grossen Krimi-Spass in der Turnhalle beweisen. Das Szenario: Vor ihrem Eintreffen war ein Mord passiert. Wer ist der Mörder? Wo ist die Tatwaffe geblieben? Und welches Motiv hatte der Täter? Das galt es spielerisch herauszufinden. Während die Juseso-Crew Spass daran hatte, in Rollen zu schlüpfen und sich zu kostümieren, gefiel es den Teilnehmern, sich durch gezielte Befragung ein Bild vom Tathergang zu machen.

Ostertreffen seit 1972

Schon seit 1972 gibt es das Ostertreffen im Fricktal für Jungen und Mädchen ab 15 Jahren, das in jüngster Zeit Daniela Leimgruber und Lena Heskamp als Hauptleiterinnen auf die Beine stellen. Veranstalter ist der Verein Jugendseelsorge Juseso, getragen von 26 römisch-katholischen Pfarreien im Fricktal. Mitmachen aber kann hier jeder, auch wenn er einer anderen oder keiner Konfession angehört. Auch ihnen soll die Ostergeschichte näher gebracht werden.

Am Karfreitag gingen die Teilnehmer und das Team den Stationenweg von der Wittnauer Lourdes-Grotte zur Buschbergkapelle ab. Am Samstagabend folgte als Höhepunkt des Treffens – die Teilnahme am Ostergottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin in Wittnau, den die Jugendlichen mitgestalteten. Und damit erfüllte sich dann auch das Motto des diesjährigen Juseso-Ostertreffens. Es hiess: Das Beste kommt zum Schluss.

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