Frick

Corona-Isolierstation für Asylsuchende am ehemaligen Werkhof ­nimmt Betrieb auf

Bereiten den Betrieb vor: Pia Maria Brugger und Stephan Müller vom Kantonalen Sozialdienst.

Bereiten den Betrieb vor: Pia Maria Brugger und Stephan Müller vom Kantonalen Sozialdienst.

Erste Asylsuchende kommen in Frick in Quarantäne. Das Essen gibt’s vom Zivilschutz.

Am Dienstag werden die ersten erkrankten Asylsuchenden die Corona-Isolierstation im ehemaligen A3-Werkhof in Frick beziehen. Gemäss Stephan Müller, Leiter der Sektion Betreuung beim Kantonalen Sozialdienst, sollen zu Beginn «nur wenige» Erkrankte in Frick in Quaran­täne kommen, damit sich die «Abläufe einspielen können». Insgesamt hat die Isolierstation Platz für 50 Personen.

Neben positiv getesteten Personen werden auch Verdachtsfälle nach Frick verlegt, sofern dies der betroffene Hausarzt aufgrund der Anamnese nahelegt und in der Unterkunft des Verdachtsfalles keine Möglichkeit besteht, ihn zu isolieren.

Spaziergänge auf dem ­Gelände nur mit Maske

Verpflegt werden die Bewohner der Isolierstation von der Küche der Zivilschutzorganisation Oberes Fricktal mit je drei Mahlzeiten. Die Zivilschutzorganisation ist es auch, die den Zugang zum Gelände kontrolliert. «Die Bewohner sind angewiesen, auf den Zimmern zu bleiben», sagt Stephan Müller. Spaziergänge an der frischen Luft auf dem Gelände des ehemaligen Werkhofs sind gestattet. Hier müssen sich die Bewohner eine Maske anziehen und zu jeglichen Personen einen Mindestabstand von zwei Meter einhalten.

«Selbstverständlich wird es WLAN geben, damit die Bewohner etwa mal einen Film anschauen können», sagt Pia Maria Brugger, Leiterin der Unterabteilung Asyl beim kantonalen Sozialdienst. In der ersten Zeit werden zwei Personen der Securitas vor Ort sein, welche die ersten Ansprechpersonen für die Bewohner der Isolierstation sind. «Sie haben auch die Aufgabe auf die psychische Verfassung der Bewohner zu achten, sie bei der Stange zu halten und dem Lagerkoller entgegenzuwirken.» Die Mindestaufenthaltsdauer auf der Isolierstation beträgt zehn Tage.

Für eine tägliche Visite und die Medikamentenausgabe ist medizinische Personal vor Ort. Dieses entscheidet auch, wann ein Bewohner gegebenenfalls hospitalisiert werden muss.

Autor

Dennis Kalt

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