In der letzten Sitzung des Gemeinderats im alten Jahr blickte Ulrich Krieger, Bürgermeister von Laufenburg (D), in einer Ansprache zurück auf das vergangene Jahr – darauf, was 2018 bedeutsam war. So etwa auf dem Rappenstein, wo der Einstieg in die millionenschwere Sanierung der Hans-Thoma-Schule anstand. Mit dem erfolgreichen Förderantrag gehöre Laufenburg «zu den ersten Kommunen im Land Baden-Württemberg, die im neuen Sanierungsprogramm für Schulen berücksichtigt wurden», sagte Krieger. Und räumlich unweit davon sei die Sanierung des Wasserhochbehälters Rappenstein ein bedeutsames Projekt zum «Erhalt unserer Infrastruktur».

Für Gesprächsstoff und Konsequenzen für die Anwohner habe gesorgt und sorge noch bis Herbst 2019 die Sanierung der Hännerstrasse als Grossbaustelle. Weitere Themen seien die Wohnungsnot mit Bauprojekten etwa in Luttingen und Rhina gewesen. Und was den Gewerbesektor angeht, so ist zur Freude Kriegers noch rechtzeitig vor dem Jahresende der Bauantrag für den Obi-Baumarkt am Ostrand des Laufenparks eingegangen (die AZ berichtete am Donnerstag). Dieser werde den Laufenburger Gemeinderat «gleich zu Beginn des neuen Jahres beschäftigen.» Krieger kündigte an, dass er den Antrag in der ersten Sitzung des neuen Jahres, am 28. Januar, dem Gemeinderat vorlegen werde. Geplant ist auf dem ehemaligen Dampfsäge-Areal ein 7500 Quadratmeter grosser Baustoff- und Heimwerkermarkt mit Gartencenter.

Weniger optimistisch blickt das Stadtoberhaupt hingegen auf die A98 – ein Projekt, dass nicht nur Laufenburg, sondern die ganze Region schon seit Jahren beschäftigt. Es geht um die Schliessung der beiden Autobahnlücken am Hochrhein.

«Alles infrage gestellt»

Die Planungen dafür liegen inzwischen nicht mehr bei der Freiburger Fachbehörde, sondern bei der Deges, der deutschen Einheit Fernstrassenplanungs- und -bau GmbH des Bundes. Sorgen bereitet Ulrich Krieger, dass nach der Übergabe der Planung der A98 samt der Abfahrt Hauenstein an die Gesellschaft Deges für die dortige Umgestaltung nun offenbar «selbst das wenige Erreichte wieder infrage gestellt» werde, wie er an der Sitzung des Gemeinderats sagte.

Daneben bleibt ein positives Fazit zu einem «anspruchsvollen Jahr», sagte Krieger. «Alle Themen, die wir alleine bestimmen, haben wir vorangebracht», so Krieger – unter anderem mit Blick auf die neu konzipierte Vereinsförderung.

Es sei «viel geleistet worden», bestätigte Gerhard Tröndle. Die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Gemeinderat habe «in letzter Zeit sehr gut funktioniert», sagte der Bürgermeisterstellvertreter. «Nur ein Miteinander macht stark.» So blieb auch Krieger die Feststellung: «Es hat mir Freude gemacht, die Stadt zu gestalten», und: «Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit im neuen Jahr.» (sk/az)