Kaiseraugst

Baustart verzögert sich: Axpo muss auf 30-Millionen-Kraftwerk warten

In Kaiseraugst ist schon seit Jahren ein Holzheizkraftwerk geplant.

In Kaiseraugst ist schon seit Jahren ein Holzheizkraftwerk geplant.

Seit Jahren plant Axpo ein gigantisches Holzkraftwerk in Kaiseraugst. Trotz Kritik erhielt der Energiekonzern vor fast einem Jahr die Baubewilligung. Nun verzögert sich der Baustart wegen einem fehlenden Fernwärmenetz.

Das Vorhaben klingt gigantisch: In der Fricktaler Gemeinde Kaiseraugst möchte der Energiekonzern Axpo ein Holzkraftwerk mit einer Leistung von elf Megawatt bauen. 30 Millionen Franken lässt sich das Unternehmen das Vorhaben für Wärme- und Stromerzeugung kosten. 2000 Haushaltungen sollen in Kaiseraugst vom erzeugten Strom profitieren.

Seit fast einem Jahr besitzt Axpo bereits die Baubewilligung für das Holzkraftwerk. Laut dem Regional Journal Aargau/Solothurn verzögert sich der Baustart, der eigentlich für dieses Jahr geplant gewesen wäre, auf unbekannte Zeit. Der Grund: Das Netz, welches die produzierte Wärme verteilen wird, fehlt noch.

Im Kraftwerk soll mit einem gigantischen Holzfeuer Wasserdampf erzeugt werden, welches dann die Turbienen antreibt. Rund 9000 Tonnen CO2 sollen dank der modernen Technik gespart werden. Trotzdem war der Bau des Kraftwerks jahrelang umstritten. Bei der Verbrennung des Holzes geht Feinstaub in die Luft, zudem fürchten sich die Anwohner vor zusätzlichem Verkehr.

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