Frick
Badi-Spass für Schüler trotz Corona – Schulklassen und Schwimmklubs nutzen das Angebot

Das Fricker Hallenbad bleibt für Jugendliche bis 16 Jahre geöffnet.

Dennis Kalt
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Markus Bättig, Betriebsleiter im Freizeitzentrum Vitamare in Frick, freut sich, dass auch während Pandemiezeiten Schulsport im Hallenbad möglich ist.

Markus Bättig, Betriebsleiter im Freizeitzentrum Vitamare in Frick, freut sich, dass auch während Pandemiezeiten Schulsport im Hallenbad möglich ist.

Dennis Kalt

Im Kampf gegen die Pandemie hat der Bundesrat beschlossen, dass Sport- und Freizeiteinrichtungen – darunter fallen auch Hallenbäder – geschlossen bleiben. Der Regierungsrat des Kantons hat hierbei einzelne Massnahmen präzisiert. Etwa können Sport- und Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren geöffnet werden.

Von dieser Möglichkeit Gebrauch macht im Fricktal etwa das Hallenbad des Vitamare Freizeitzentrums in Frick. Im Fricker Hallenbad absolvieren etliche Schulklassen aus Frick und der Region ihren Schwimmunterricht. Dieser Unterricht findet anstelle einer Lektion Sport statt, sagt Gemeindeammann Daniel Suter. «Würde das Hallenbad ganz geschlossen, so müsste der Sportunterricht für etliche Klassen draussen stattfinden, da gar keine entsprechende Sporthallenkapazitäten vorhanden sind», erklärt er.

Aufbereitetes Wasser ­reduziert Risiko

Es kommt hinzu, so Suter, dass der Sportunterricht an der Volksschule weiterhin ohne besondere Einschränkungen stattfinden kann. «Das Ansteckungsrisiko dürfte im Hallenbad im Vergleich zum Unterricht in einer Sporthalle aber nicht grösser, sondern wegen des aufbereiteten Wassers eher kleiner sein.»

Markus Bättig, Betriebsleiter des Freizeitzentrums Vitamare, berichtet, dass im Vergleich zu coronafreien Zeiten, etwa noch ein Drittel der Schulklassen die Möglichkeit für den Sportunterricht im Fricker Hallenbad nutzen. «Dabei handelt es sich vor allem um Klassen aus Frick und der näheren Umgebung.»

Zudem ziehen Kinder- und Jugendliche des Schwimmklubs ihre Bahnen, täglich finden auch Kinderschwimmkurse statt. «Lehrer und Schwimmtrainer müssen Masken tragen, sofern sie nicht im Wasser sind», sagt Bättig. «Ebenso Kinder und Jugendliche über zwölf Jahre, wenn sie sich ausserhalb des Beckens aufhalten.»

Es wird viel geputzt und desinfiziert

Weniger zu tun, weil das Bad für die Öffentlichkeit geschlossen ist – Ausnahme ist das Kassenpersonal –, hätten die Angestellte nicht. Aufgrund Corona müsse viel geputzt und desinfiziert werden, so Bättig. Zudem würden viele Unterhaltsarbeiten an der Anlage ausgeführt. Etwa die technische Wartung oder Malerarbeiten.

Im Gegensatz zum Vitamare Freizeitzentrum hat das Hallenbad Sissila der Gemeinde Sisseln für Schulen, Schwimmkurse und Schwimmklubs geschlossen. «Die derzeitige Lage lässt eine Öffnung nicht zu», begründet dies Gemeinderat Jean-Marc Rechsteiner. Das Badpersonal sei derzeit mit Unterhalts- und Reinigungsarbeiten beschäftigt, belege interne Schulungen und führe administrative Arbeiten aus.

Das Wasser des Hallenbads, rund 700'000 Liter, hat das Personal jedoch nicht abgelassen. «Dies wäre zu teuer», so Rechsteiner. So hat man denn auch die Temperierung und Chlorierung des Wassers zurückgefahren. Kommt hinzu, dass das Bad bei einer positiven Entwicklung des Infektionsgeschehens, so schnell wieder betriebsbereit gemacht werden kann.