Zuzgen
Auf ein letztes Prost mit der «Land-Amme» Susanne Hochuli

Es war ein gut besuchter letzter «Land-Amme»-Stammtisch mit Regierungsrätin Susanne Hochuli in Zuzgen. Sie beantwortete Fragen zum teuren Gesundheitswesen, zur viel diskutierten Asylproblematik oder aber auch zur Energiepolitik.

Susanne Hörth
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Angeregte Runde mit Josef Füglistaller (Gastro Aargau), Gemeindeammann Heinz Kim, Regierungsrätin Susanne Hochuli, Grossrätin Patricia Schreiber und dem 94-jährigen Georg Sacher (v.l.). sh

Angeregte Runde mit Josef Füglistaller (Gastro Aargau), Gemeindeammann Heinz Kim, Regierungsrätin Susanne Hochuli, Grossrätin Patricia Schreiber und dem 94-jährigen Georg Sacher (v.l.). sh

Als ausgesprochen locker und gemütlich durfte die Atmosphäre am Donnerstagabend im Gasthof Rössli in Zuzgen bezeichnet werden. Fast jeder Stuhl an den Tischen in der Gaststube war besetzt, einer davon mit Regierungsrätin Susanne Hochuli.

Sie hatte zum «Land-Amme»-Stammtisch geladen. Getränke und Wienerli wurden von Gastro Aargau offeriert. Deren Präsident Josef Füglistaller war ebenfalls anwesend.

Sachthemen und Parteipolitik

Fragen zum teuren Gesundheitswesen, zur viel diskutierten Asylproblematik oder aber auch zur Energiepolitik verstand Susanne Hochuli angesichts der Kürze des Abends bestmöglichst zu beantworten.

Ein Stammtisch-Teilnehmer bedauerte, dass die grüne Partei, zu welcher auch Susanne Hochuli gehört, ihre Kernaufgaben nicht mehr genügend wahrnehmen würde.

Es sei falsch, so die Regierungsrätin, wenn sich Grüne nur um eine Aufgabe kümmern würden. Gesundheits- oder Sozialpolitik sei ebenso wichtig. Würden sich die Grünen nur noch mit Umweltfragen beschäftigen, würden sie sehr viel verpassen.

Der älteste Anwesende, der 94-jährige Georg Sacher, störte sich daran, dass die Grünen bei Abstimmungsvorlagen immer gleicher Meinung mit den Sozialdemokraten seien.

Darauf erklärte Susanne Hochuli, dass es jeweils um Sach- und nicht um Parteipolitik gehe, dabei über die Parteigrenzen hinaus nach Partnern geschaut werden müsse.

In diesem Zusammenhang erinnerte sie sich an ihre Grenzwanderung durch das Mettauertal: «Es war spannend, als der Gemeindepräsident zu mir sagte, die Politik würde besser werden, wenn die Parteien abgeschafft würden.»

Ein schönes Dorf

Im «Rössli» hatten aber nicht nur übergeordnete sachpolitische Themen genügend Platz. Ein Anwesender zeigte sich voller Stolz gegenüber dem Gast aus Aarau, dass das 850-Seelen-Dorf Zuzgen mit seinen schönen Landschaften noch über genügend Baulandreserven verfüge.

Und überhaupt kein Thema sei ein Zusammenschluss mit einer anderen Gemeinde.

Es interessierte eine Stammtisch-Teilnehmerin auch, wie Susanne Hochuli mit viel Disziplin und sehr strukturiert ihren Arbeitsalltag organisiert und damit Freiraum für das Private schafft.

Eine gute Idee

Gemeindeammann Heinz Kim freute sich über den gelungenen Abend und die Möglichkeit, einem Regierungsrat in ungezwungener Atmosphäre begegnen zu können.

Ob Landammann oder nicht, es wäre schön, wenn solche regelmässigen Treffen zwischen Bevölkerung und Regierungsräten regelmässig stattfinden würden, so Heinz Kim.

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