Eiken

Auf die Mobilfunkanlage von Salt folgt eine 5G-Antenne – gibt es nun erneut Widerstand?

Gibt es bald ein neue Mobilfunkanlage? Sunrise plant die Inbetriebnahme von 5G in der Gemeinde Eiken.

Gibt es bald ein neue Mobilfunkanlage? Sunrise plant die Inbetriebnahme von 5G in der Gemeinde Eiken.

Laut einem Baugesuch soll es in Eiken bald eine 5G geben. So will die Sunrise an der Gehrenstrasse eine Mobilfunkantenne bauen lassen. Weil im vergangenen Jahr bereits gegen eine Antenne des Mobilfunkanbieters Salt stark protestiert wurde, darf erneut mit Widerstand gerechnet werden

Der Mobilfunkanbieter Sunrise möchte in Eiken eine Mobilfunkantenne bauen. Das geht aus einem Baugesuch hervor, das seit Freitag auf der Gemeindekanzlei öffentlich aufliegt. Die Anlage ist demnach auf dem Gebäude des Landmaschinenhändlers Schweizer Eiken AG an der Gehrenstrasse geplant. «Es handelt sich um einen Neubau», sagt Sunrise-Sprecher Rolf Ziebold. Der Standort sei in einem aufwendigen Verfahren ausgewählt worden. Die Anlage deckt auch den neuen Leistungsstandard 5G ab.

Das Vorhaben der Sunrise dürfte im Dorf allerdings noch für Diskussionen sorgen. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls, wer sich an das vergangene Jahr erinnert. Damals ging es um ein Baugesuch des Anbieters Salt auf dem Gebäude der Landi in Eiken – also knapp 500 Meter vom jetzt angedachten Standort der Sunrise entfernt. Gegen das Vorhaben gingen mehrere Einwendungen ein, unter anderem auch eine Sammeleinsprache mit fast 200 Unterschriften. Vor diesem Hintergrund ist es kaum denkbar, dass das jetzige Baugesuch ohne Widerstand durchgeht. «Sunrise bemüht sich, die am besten geeigneten Standorte zu realisieren und damit auch den Widerstand gegen die geplanten Anlagen so gering als möglich zu halten», sagt Ziebold. «Dass es trotzdem zu Einsprachen kommt, kann aber nie ausgeschlossen werden.»

Bei der Gemeinde möchte man sich derzeit nicht zum Vorhaben des Mobilfunkanbieters äussern. Beim Baugesuch von Salt noch hatte der Gemeinderat Stellung bezogen und das Gesuch unter anderem mit Verweis auf die Nähe zum Schulhaus abgelehnt. Das Beispiel zeigt aber auch: Die Entscheidungshoheit in Sachen Mobilfunkanlagen liegt nicht beim Gemeinderat. Das Baugesuch wurde auf Geheiss des Kantons doch noch gutgeheissen.

Firmenbesitzer rechnet mit Kritik aus Bevölkerung

Kritik richtete sich damals auch gegen die Landi, weil sie ihr Gebäude zur Verfügung stellte. Nun ist es mit der Schweizer Eiken AG erneut ein Unternehmen, das einem Mobilfunkanbieter Hand bietet. «Wir wurden von Sunrise angefragt», sagt Geschäftsleiter Michael Schweizer. «Für uns als Unternehmen ist es wichtig, dass schnelle und gute Internetverbindungen bestehen. Dazu braucht es halt solche Antennen und diese müssen wiederum irgendwo stehen.»

Dass das Vorhaben auch ihm und seiner Firma Kritik einbringen könnte, ist sich Schweizer bewusst. «Das kann natürlich passieren. Aber wie wir in jüngster Zeit gesehen haben, brauchen alle – auch Privatpersonen– eine gut funktionierende Verbindung. Darum soll man es auch etwas positiv sehen, dass wir unser Gebäude für eine Antenne zur Verfügung stellen.»

Die Mobilfunkanlage von Salt auf dem Dach der Landi soll Ende Juni in Betrieb gehen. Wie schnell es im Fall der Sunrise geht, werden die kommenden Wochen zeigen. Das Baugesuch liegt bis am 13. Juli öffentlich auf. «Sunrise will den Ausbau und die Inbetriebnahme so rasch als möglich vornehmen», heisst es vom Unternehmen.

Autor

Nadine Böni

Nadine Böni

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