«Der erste Schock dürfte grösser sein als die tatsächlichen Folgen.» So schätzte der Pressesprecher des Regierungspräsidiums Freiburg, Markus Adler, am Montag den Fund zweier «relativ kleiner Behältnisse» mit der Aufschrift «radioaktiv» vom Sonntag in einer Wohnung in Niederhof ein. Bei Messungen seien wohl leicht erhöhte Werte festgestellt worden, die aber keine unmittelbare Gefährdung bedeuteten, so Adler.

Die Behälter und ihr – noch nicht definierter – Inhalt würden nun von Fachleuten überprüft. Wie die Polizei sagte, waren die Bleibehälter an der Ringstrasse in der Wohnung des unlängst gestorbenen Hausbesitzers von einem Angehörigen beim Aufräumen entdeckt worden. Der Finder verständigte die Behörden. Die Feuerwehr Murg und der Gefahrgutzug des Kreises Waldshut rückten mit rund 70 Kräften aus. Nach Angaben der Polizei zeigte sich vor Ort rasch, dass keine Gefahr bestanden hat. Die Strahlungswerte hätten unterhalb des Gefährdungslimits gelegen. Es habe keine Strahlung aus dem Haus heraus gegeben.

Die Behälter wurden von Spezialkräften abtransportiert. Wie der Mann zu dem Material gekommen war, blieb für die Behörden zunächst unklar. «Da ausserhalb der Behälter keine erhöhten Strahlenwerte festgestellt wurden, konnte die Einsatzstelle nach rund drei Stunden wieder an die Polizei übergeben werden», so die Feuerwehr. (BAD)