Schwaderloch

Alex Meyer ist neuer Gemeindeammann – seine Kandidatur reichte er erst auf den letzten Drücker ein

Alex Meyer ist neuer Gemeindeammann von Schwaderloch.

Alex Meyer ist neuer Gemeindeammann von Schwaderloch.

Der 55-Jährige Alex Meyer erhielt in Schwaderloch 182 von 188 Stimmen – er löst damit Rolf Häusler nach über zwölf Jahren ab.

Die Gemeinde Schwaderloch hat einen neuen Ammann. Bei der Ersatzwahl von Sonntag erhielt Alex Meyer 182 von 188 gültigen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,9 Prozent. Meyer reichte seine Kandidatur erst am letzten Tag der offiziellen Anmeldungsfrist ein. Die Ersatzwahl war nötig, weil Rolf Häusler nach über zwölf Jahren im Amt des Gemeindevorstehers per Ende dieses Monats zurücktritt.

Zudem zieht Katrin Häuptli als Gemeinderätin in das Gremium ein. Sie erhielt 72 der 136 gültigen Stimmen – das absolute Mehr lag bei 69 Stimmen.

«Ich freue mich, dass die Bevölkerung mir das Vertrauen ausgesprochen hat», sagt Meyer zu seiner Wahl zum Gemeindeammann. Für die Anliegen und Bedürfnisse der Bevölkerung wolle der 55-Jährige jederzeit ein offenes Ohr haben.

Meyer ist selbstständig und wohnt seit rund 25 Jahren in der Gemeinde. Im Dorf ist er gut vernetzt. Unter anderem präsidiert er die 2017 gegründete Theatergruppe. Mitglied im Gemeinderat ist er seit 2017. Dort ist er unter anderem verantwortlich für die öffentliche Sicherheit, Kantons- und Gemeindestrassen sowie den Natur- und Umweltschutz.

Das Wohl der Gemeinde liegt ihm am Herzen

Kandidiert als Ammann habe er, weil ihm das Wohl der Gemeinde am Herzen liegt. «Dafür nehme ich die zeitlichen Abstriche, die das Amt mit sich bringt, gerne in Kauf», sagt er denn auch.

Als eine Aufgabe sieht der neue Ammann, die Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden zu intensivieren. Nicht verwunderlich, kann doch die rund 700 Einwohner kleine Gemeinde aufgrund ihrer Grösse nicht alle öffentlichen Aufgaben selbst stemmen. Etwa hat sie kein eigenes Bauamt.

Wichtig ist Meyer, dass die Gemeinde langfristig gesund wächst. Als verträgliche Grösse erachtet er eine Bevölkerungszahl von rund 900 Personen. Die Erhaltung der Attraktivität des naturnahen Erholungsgebietes der Gemeinde sind ihm ein Anliegen. Hier nennt er etwa auch die römischen Warten oder den Auenwald Rossgarten.

Meyer sagt, dass er als Gemeindeammann keiner sei, der vor hat, mit der Faust auf den Tisch zu hauen. «Wichtig ist mir, dass im Gremium die Meinungen ausgetauscht und die Argumente sorgfältig abgewogen werden, um im Sinn der Bevölkerung zu entscheiden.»

Verwandtes Thema:

Autor

Dennis Kalt

Meistgesehen

Artboard 1