Die Gewerbestände sind leergeräumt, die Foodstände abgebaut. Am Tag nach dem Gewerbearena-Wochenende ist der Abbau in vollem Gang. Bohrmaschinen dröhnen auf dem Turnhallen-Gelände. Zwei Männer hieven einen zentnerschweren Grillrost auf einen Anhänger. Wenige Meter gegenüber steht ein Zimmermann auf einer Leiter und stützt die Spitze eines Metallgerüsts, das abmontiert wird. Vorsicht ist geboten: Der Regen hat die Sprossen rutschig gemacht.

Derweil steht David Kläusler, OK-Präsident der Ausstellung des Gewerbevereins Staffeleggtal, in der Turnhalle im Trocknen und beobachtet durch die Fensterfassade wie der Regen auf die rund 30 Arbeiter niederprasselt. «Petrus hat es mit uns gut gemeint», sagt er. «Bis auf kurze, leichte Regenschauer sind wir über das Wochenende verschont geblieben.» Mit 4000 bis 5000 Besuchern haben die Organisatoren im Vorfeld der zehnten Gewerbeausstellung des Staffeleggtals gerechnet. Gezählt habe man die Menschen auf dem Gelände zwar nicht, Kläusler geht aber aufgrund von Schätzungen davon aus, dass rund 5000 Besucher auf dem Festgelände waren.

Einige Aufträge an Land gezogen

Es habe keine Spitzenzeiten, aber auch nie Leerlauf auf dem Gelände gegeben, so Kläusler, der nachschiebt, dass die Ausstellung von der familiären Atmosphäre profitiert habe. «Weil die meisten Aussteller und Besucher aus dem Tal kommen, sind viele Gespräche geführt worden.» Dies habe dazu geführt, dass das Gros der Besucher auch lange auf dem Gelände geblieben sei. So habe es denn auch viele positive Rückmeldungen der 51 Aussteller gegeben. Auch den einen oder andern Auftrag hätten die Handwerksbetriebe während der Gewerbeausstellung an Land ziehen können.

Gut besucht sei das Fachreferat des Kultfussballtrainers Hanspeter Latour mit rund 250 Zuhörern im vollbesetzten Arenazelt am Freitagabend gewesen. «Latour hat zur Eröffnung viele Zuschauer angezogen», sagt Kläusler. Am Vortrag des Online-Unternehmers Jörg Eugster seien am Samstag mit 150 Zuhörern etwas weniger in das Arenazelt gekommen.

Nicht optimal war die Toiletten-Situation, sagt Kläusler. Gerade am Abend, wenn für gewöhnlich der Bierkonsum am höchsten ist, musste die Turnhalle – einer von zwei Orten, wo sich die sanitären Anlagen befanden – aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. So werde man sich denn auch für die nächste Ausstellung überlegen, ob man Toiletten-Häuschen aufstellen werde.

Fünf-Jahres-Turnus bleibt bestehen

Bis dahin dauerte es jedoch noch fünf Jahre. An diesem Turnus will der Gewebeverein weiterhin festhalten. «Bei einem kürzeren Zeitabstand verliert die Ausstellung ihren Reiz», sagt Kläusler. «Jedes Jahr das Gleiche zu zeigen, macht keinen Sinn.» Auch sei fraglich, ob man noch so viel regionale Aussteller ins Boot holen könne. «Man muss schon sehen, dass es gerade von den Klein-Unternehmen einen relativ hohen Ressourceneinsatz benötigt, um die Teilnahme zu stemmen», so Kläusler.