Laufenburg

400-Tonnen-Konvoi bahnt sich Weg ins Fricktal – die grösste Herausforderung ist nicht das Gewicht

Ein «Lindwurm» lieferte am Montagabend einen 194 Tonnen schweren Trafo bei der Swissgrid in Laufenburg ab.

Letzte Nacht erfolgte der dritte von vier Schwertransporten vom Auhafen ins Unterwerk der Swissgrid in Laufenburg. Der «Lindwurm», der fast 400 Tonnen schwer ist, bewegt sich dabei mit moderater Geschwindigkeit vorwärts. Die grösste Herausforderung des Transports ist dabei nicht einmal das Gewicht, sondern mehr die Höhe von 4,90 Meter, die das Unterqueren der Bahnüberführung in Augst erschwert.

Die Transformatoren kamen per Schiff in den Auhafen, wo sie vom Logistik-Dienstleister Ultra-Brag an Land gehoben wurden. Von dort wurden sie mit dem Hafenkran in die Seitenträger der Transporteinheit von Friderici Spécial geladen. Anschliessend wurde auf die nächste Nacht gewartet, in welcher der Transporter dann nach Laufenburg fuhr.

Rückwärtsfahrt notwendig

Dazu waren eine Zugmaschine und zwei Stossfahrzeuge im Einsatz, um die knapp 400 Tonnen Gesamtzuggewicht über die Steigungen und um die Kurven zu bewegen. Nach rund drei Stunden erreichte der Konvoi den Abladeort bei Laufenburg, wobei dieser nur durch eine längere Rückwärtsfahrt und mit viel Geschick des Fahrers erreicht werden konnte.
Die vier Transformatoren werden benötigt, um das Netz zu stabilisieren. Dafür ist die Swissgrid zuständig. Damit die Hochspannungsleitungen nicht unnötig erwärmt werden und sich der mögliche Stromdurchsatz dadurch verkleinert, müssen die sogenannten Phasenschiebertransformatoren eingesetzt werden.

Ein solcher Transformator befindet sich im Schaltfeld Laufenburg im Bau. Der Transformator selber besteht aus drei einzelnen Trafos, die jeweils 194 Tonnen wiegen. Dazu kommt ein vierter, sogenannter Reservepol, der zur Sicherheit im Schaltfeld deponiert wird. Der Phasenschieber soll im Juni 2019 in Betrieb gehen.

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