Oberwil-Lieli
Vor Glarners Gemeindehaus hängt ab heute dieses Plakat

Ein Schriftsteller hat die einzige Plakatwand von Oberwil-Lieli gemietet und wird für je zwei Wochen zwei verschiedene Plakate aufhängen. Damit will er ein Zeichen gegen die Fremdenfeindlichkeit setzen.

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Nicht willkommen in Oberwil-Lieli – Plakatwerbung
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Das zweite Plakat-Sujet.
Anstelle eines Bibelspruches wird hier ein Plakat gegen Fremdenfeindlichkeit hängen.
Gemeindeammann Glarner hat kein Problem mit den Plakaten – dies sei Meinungsfreiheit.

Nicht willkommen in Oberwil-Lieli – Plakatwerbung

Zur Verfügung gestellt

Mit einer Plakatkampagne will der Zürcher Schriftsteller Thomas Meyer in Oberwil-Lieli Position gegen Rassismus beziehen. Heute Montag wird an der offiziellen Plakatstelle direkt vor dem Gemeindehaus der Spruch «Nicht so herzlich willkommen in Oberwil-Lieli» in gelber Schrift und grünem Hintergrund aufgezogen.

Er habe die Plakatstelle für den Preis von 700 Franken für die nächsten zwei Wochen bei der Firma Clear Channel gebucht, sagt Meyer, der in Mellingen aufgewachsen ist. Die Kampagne hat Meyer am Freitag in einer Mitteilung angekündigt, also noch vor dem Entscheid der Gemeindeversammlung, nun doch Flüchtlinge aufzunehmen.

Anstelle eines Bibelspruches wird hier ein Plakat gegen Fremdenfeindlichkeit hängen.

Anstelle eines Bibelspruches wird hier ein Plakat gegen Fremdenfeindlichkeit hängen.

Toni Widmer

Auf Anfrage erklärte Meyer gestern, die Aktion bleibe aktuell: «Der Entscheid ist erfreulich, aber ein grosser Teil im Dorf ist ja weiter gegen Fremde. Und Herr Glarner wird seine Meinung auch nicht geändert haben.»

Für Mitte Dezember plant Meyer ein weiteres Plakat mit neuem Sujet. Es zeigt eine muslimische Familie mit den Spruch «Zum Glück gibt es hier auch Menschen, die uns nicht als ungebildete Schmarotzer betrachten!»

Angesprochen auf die Kampagne, findet Gemeindeammann Andreas Glarner, damit habe er kein Problem, das sei Meinungsfreiheit.

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