Mutschellen
Umstrittener Arzt Ingo Malm war 2012 noch Notarzt am Zurich Marathon

Ingo Malm war letztes Jahr am Zurich Marathon im April noch Notarzt, obwohl er bereits damals unter Beschuss war. Einen Monat später entzog im das Aargauer Gesundheitsdepartement die Praxisbewilligung.

Hubert Keller
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Ingo Malm. Archiv/FH

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Ingo Malm, der umstrittene Mutscheller Arzt, war im April 2012 noch Notarzt am Zürich Marathon, nachdem er monatelang wegen exzessiver Ritalin-Verschreibungen unter Beschuss gewesen war und ihm im Mai 2012 das Gesundheitsdepartement des Kantons Aargau die Praxisbewilligung entzogen hatte. Maurus Strobel, Medienverantwortlicher des Zürich Marathon, bestätigt den Einsatz von Ingo Malm im 2012. Am Zürich Marathon vom vergangenen Sonntag hatte ein anderer Arzt Dienst.

Der Notarzt leistet den Einsatz an der Grossveranstaltung gegen Bezahlung. „2012 stellte Ingo Malm entsprechend Rechnungen an die von ihm behandelten Patienten, woraus er seine Entschädigungen bezog", bestätigt Maurus Strobel.

2013 hat der Veranstalter gemäss Strobel einen grundlegenden Systemwechsel vollzogen. Medbase, Zentrum für Medizin und Sport, hat sich, so Strobel, „als neuer Sponsor bereit erklärt, den Sponsoringbeitrag für die medizinische Organisation des Zürich Marathon auch auf die ärztliche Behandlung auszudehnen." Der Notarzt beziehe seinen Lohn aus diesem Sponsoringbeitrag. Es würden keine Rechnungen mehr an Patienten verschickt mit Ausnahme von Verlegungen mit der Ambulanz in ein Spital.
Wie Strobel weiter erklärt, bringe die verantwortliche Rettungssanitätsfirma Intermedic jeweils den verantwortlichen Notarzt mit. Diese habe die Zusammenarbeit mit Ingo Malm für den Zürich Marathon gekündigt und arbeite nun mit einem anderen Arzt bzw. anderen Ärztin zusammen.

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