Strohmuseum Wohlen
Raumgreifend und aus Stroh – eine aussergewöhnliche Ausstellung lockt

Am 2. Mai öffnet die neue Sonderausstellung im Wohler Strohmuseum. Unter dem Titel «A breeze of straw. Eine Trilogie im Raum» hat die Künstlerin Martina Vontobel in anderthalb Jahren eine eindrückliche dreiteilige Installation aus Stroh geschaffen.

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Ein Ausschnitt aus der Trilogie «A breeze of straw» von Martina Vontobel. Die Sonderausstellung öffnet am 2. Mai.

Ein Ausschnitt aus der Trilogie «A breeze of straw» von Martina Vontobel. Die Sonderausstellung öffnet am 2. Mai.

zvg / Elvira Hürsch Angstmann

Eine raumgreifende Installation, nichts weniger als das, präsentiert die Zürcher Künstlerin Martina Vontobel ab dem 2. Mai im Wohler Strohmuseum. Drei grossformatige Einzelwerke, die mit Licht und Schatten, mit Dynamik und Statik, mit Innerem und Äusserem spielen. Ausgangspunkt ihres Werkes ist Stroh. Sie sagt:

«Beim Gedanken an Stroh werden alle Sinne wach. Wir riechen es nicht nur, mit ihm verbunden ist auch die Erinnerung an das weite Feld unter einem unendlichen Himmel, die Hitze im Sommer oder die Dynamik bei Stürmen.»

Für ihre Einzelausstellung hat sich Martina Vontobel intensiv mit der Geschichte der Freiämter Hutgeflechtindustrie und den Freiämter Techniken der Strohverarbeitung auseinandergesetzt. Bei der Konzeption ihrer Trilogie war es ihr wichtig, eine jeweils eigene Sprache im Umgang mit dem Werkstoff zu entwickeln und sich damit von der Freiämter Tradition abzusetzen. Sie hält fest:

«Mich interessieren Installationen, die ein Verhältnis zu ihrer Umgebung eingehen und die Wahrnehmung vor Ort sensibilisieren.»

Ausgangspunkt ihrer Bilder sind meist feingliedrige, gebräuchliche Artikel wie etwa Drahtbinder, Holzstäbchen oder Schindeln, die sie aneinanderreiht und so zu raumgreifenden Installationen anwachsen lässt. So machen die an sich banalen Dinge eine erstaunliche Metamorphose durch und werden zu ästhetischen künstlerischen Arbeiten.

Das Publikum soll sich der Poesie der Installation hingeben

Trotz der materiellen Fülle zeichnet sich die Sonderausstellung durch eine reduzierte Gestaltungssprache und die Konzentration auf das Wesentliche aus. Die nüchterne Präsenz der Objekte lässt dem Publikum genug Raum, um innezuhalten, sich der Poesie der Installation und der durch Form, Farbe und Material erzeugten Dialoge hinzugeben.

Eine reduzierte Gestaltungssprache und die Konzentration auf das Wesentliche: Das zeichnet die Sonderausstellung im Wohler Strohmuseum aus.

Eine reduzierte Gestaltungssprache und die Konzentration auf das Wesentliche: Das zeichnet die Sonderausstellung im Wohler Strohmuseum aus.

zvg / Elvira Hürsch Angstmann

Die drei Teile rücken dabei unterschiedliche inhaltliche Aspekte in den Vordergrund. Gemeinsam fügen sie sich zu einem Erlebnisraum, wobei jede Installation ihren Teil zur Erzählung beisteuert.

Die Sonderausstellung öffnet am Sonntag, 2. Mai, um 12 Uhr. Am Sonntag, 16. Mai, hat man die Gelegenheit, von 14 bis 15 Uhr der Künstlerin zu begegnen. Sie wird sich im Gespräch mit der Leiterin des Strohmuseums, Petra Giezendanner, zur Entstehung ihres Werkes äussern.

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