Wohlen
Solarpanels auf dem Schulhausdach sollten die Töpfe heizen

Das Berufsbildungszentrum Freiamt in Wohlen will den Strom für Informatik, Grossküche in der Mensa und Beleuchtung selber erzeugen. In den Herbstferien wird auf dem Schulhausdach eine 255 Quadratmeter grosse Photovoltaikanlage installiert.

Jörg Baumann
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Beat Koch, Solarspezialist bei der IB Wohlen AG, plante die Anlage für das BBZ Freiamt. aw/Archiv

Beat Koch, Solarspezialist bei der IB Wohlen AG, plante die Anlage für das BBZ Freiamt. aw/Archiv

Die geplante Solaranlage auf dem BBZ-Dach se erzeugt bei einer Leistung von 41,34 Kilowatt jährlich etwa 43 500 Kilowattstunden Solarstrom – eine Menge, die dem Verbrauch von zehn durchschnittlichen Haushaltungen entspricht.

Zum Vergleich: Die grösste Photovoltaikanlage in der Deutschschweiz auf dem Dach der Ferrowohlen AG in Wohlen ist siebzigmal grösser als jene, die das BBZ Freiamt baut, und liefert Sonnenstrom für 700 bis 800 Haushaltungen.

Den Auftrag für die Planung und Ausführung der Photovoltaikanlage des BBZ erhielt ein Wohler Unternehmen: die IBW Installationen AG. Laut Philippe Elsener, Rektor des Berufsbildungszentrums Freiamt, wurde das Projekt noch unter seinem Vorgänger Orlando Müller vorbereitet.

Das BBZ holte drei Konkurrenzofferten ein. Jene der IBW Installationen AG in Wohlen machte das Rennen, weil sie mit dem besten Verhältnis von Preis und Leistung am meisten überzeugen konnte.

Die IBW Installationen AG offerierte die Anlage gemäss den Baugesuchsunterlagen für 95 000 Franken. Dabei kommt zwar ein Panel-Lieferant aus dem Aargau zum Zug. Produziert werden die Panels jedoch in China, teilt Luca Dastoli, Geschäftsleiter der IBW Installationen AG, mit. «Natürlich würden wir Schweizer Produktion oder solche aus Europa bevorzugen.

Fakt ist, dass China im Herstellen von Solarpanels dominant ist. Europäische Anbieter sind gegenüber den Chinesen teuer und waren in diesem Fall nicht konkurrenzfähig.», meint Dastoli. Zwei IBW-Fachleute für alternative Energieträger, Beat Koch und Patrick Gisi, planten die BBZ-Anlage hausintern.

Das Schulhausdach eignet sich laut Dastoli mit seiner Neigung und der Ausrichtung nach Süden bestens für die Produktion von Solarstrom. «Die Photovoltaikanlage des BBZ ist die einzig richtige Antwort auf die Energiestrategie des Bundes, die in Zukunft nicht mehr auf Atomstrom setzt», sagt Dastoli.

Und er fügt an: «Die IBW Installationen AG verfügt über die notwendige Erfahrung bei den erneuerbaren Energien. Wir haben in Wohlen schon mehrere Photovoltaikanlagen auf Einfamilienhäusern und Firmengebäuden realisiert.»