Merenschwand
So wie die Kistenfabrik nagelt sonst niemand in Europa

Die Kistenfabrik AG verfügt über eine einzigartige Fertigungsstrasse. Sie hat 1,5 Millionen Franken gekostet und nagelt und stapelt 180 Produktionsteile in der Stunde.

Eddy Schambron
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Modernste Anlage: Raik Dahlmann, Walter Müller, Peter Birrer und Thomas Gresch können auch ambitionierte Kundenwünsche mit ihr erfüllen. ES

Modernste Anlage: Raik Dahlmann, Walter Müller, Peter Birrer und Thomas Gresch können auch ambitionierte Kundenwünsche mit ihr erfüllen. ES

Die Kistenfabrik AG Merenschwand hat kräftig investiert, um sich gegen die Konkurrenz behaupten und Arbeitsplätze sichern zu können. «Unsere neue Fertigungsstrasse mit Roboter ist in Europa einzigartig», stellt Unternehmer Peter Birrer fest. Sie nagelt und stapelt 180 Produktionsteile in der Stunde und ist dank neuster Technologie in kürzester Zeit über entsprechende Computerprogramme auf eine neue Vorgabe eingestellt. «Damit ist die Maschine hochflexibel bezüglich Format und Ausführungen.»

Sehr flexibel

Diese Flexibilität ist es denn auch, was die Kistenfabrik AG Merenschwand von der inländischen und der ausländischen Konkurrenz abhebt. «Mit Euro-Paletten haben wir keine Chance, uns am Markt zu behaupten», erklärt Birrer. Seine Firma hat sich deshalb auf spezielle Formate und Anforderungen eingestellt. «Wir sind in der Lage, bis zu sieben verschiedene Produkte pro Tag zu realisieren, und zwar in 5er- bis 1000er- Lose.»

Dabei hilft die neue Fertigungsstrasse, für die rund 1,5 Mio. Franken investiert wurden, enorm. Sie ist äusserst flexibel einsetzbar, stapelt Produkte in unterschiedlichsten Mustern auf Trägerpaletten, die sie automatisch holt und wegbringt, und kann – einzigartig in der Branche – Produkte auf allen sechs Seiten eines Quaders bedrucken. Die Hardware, extra für die Merenschwander Firma zusammengestellt, stammt aus Holland und Deutschland, die Software steuert weitgehend die Boswiler Prodecdata AG bei.

Die Flexibilität und die rasche Produktion ermöglicht es der Kistenfabrik Merenschwand, auch auf anspruchsvolle und sogar zeitlich ambitionierte Kundenwünsche einzugehen. «Wenn ein Kunde um 18 Uhr bestellt und die Produkte am andern Tag am Mittag abholen will, stehen die Chancen gut, dass wir das liefern können», sagt Birrer.

Hält automatisch an

Ohne menschliche Kontrolle kann die neue Fertigungsstrasse allerdings nicht laufen gelassen werden, zum Beispiel über Nacht. «Da wir mit Holz arbeiten, sind die zu verarbeitenden Stücke nicht immer ganz masshaltig», erklärt Birrer. Die Maschine erkennt solche Stücke und stoppt die Produktion. Dann ist der fachkundige Einsatz eines Mitarbeiters nötig.

Die Kistenfabrik AG Merenschwand zählt gegenwärtig 20 Vollzeitstellen. Die massgeschneiderten Transportverpackungen gehen vorwiegend in den Export.

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