Äste und ganze Baumstämme sorgten für gefährliche Situationen. «Wir befürchteten, dass sich Leute auf das Holz begeben könnten», sagt Stadtammann Raymond Tellenbach. Auf Facebook sei eifrig diskutiert worden, und auch Telefonate und Mails seien auf der Verwaltung eingegangen. «Dass es einige Zeit gedauert hat, bis das Holz weggeräumt wurde, lag daran, dass wir uns mit dem Kanton gestritten haben», so Tellenbach. Niemand habe sich zuständig gefühlt, obwohl die Gewässer in der Hoheit des Kantons lägen. Schliesslich habe die Stadt eine Firma beauftragt, die Situation zu entschärfen.

Und was sagt der Kanton zu der Angelegenheit? «Der Gewässerunterhalt des Kantons entfernt an der ganzen Reuss keine Anschwemmungen von Ästen und Bäumen», erklärt der zuständige Hans-Peter Nussbaum. Aufgabe des Kantons seien Mähen von Ufern und die Pflege von Ufergehölz. «Das Entfernen von Schwemmholz ist immer im Interesse der Nutzniesser und durch diese auszuführen.»

Die Beseitigung von Abfall ist die Aufgabe der jeweiligen Gemeinde. Die Sicherheit der Besucher und Badegäste liege in der Eigenverantwortung dieser Personen, bei Bauten sei der Eigentümer für die Sicherheitsvorkehrungen, z.B. Geländer, verantwortlich. «In diesem Fall auch die Stadt Bremgarten.»

«Die Betroffenen kannten offenbar die oben genannten Zuständigkeiten nicht, was berechtigterweise zu Unverständnis geführt hat», so Nussbaum. (kob)