Niederwil
Sanierungskonzept umgesetzt und Kostenrahmen eingehalten

Die alte Gebäudehülle des Pflegezentrums Reusspark wurde in Rekordzeit erneuert. Das ehrgeizige Vorhaben ist so gelungen, wie wir uns das vorgestellt haben, und kostenmässig sind wir ebenfalls im gesteckten Rahmen geblieben, sagte Thomas Peterhans.

Toni Widmer
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Freuen sich über gelungene Sanierung: Alex Meyer (Xaver Meyer AG), Kurt Notter (Vorstand Verein Gnadenthal, Leiter Baukommission), Silvan Hilfiker (Vorstand Verein Gnadenthal), Bettina Ochsner (Präsidentin Verein Gnadenthal), Stefan Keusch (Projektleiter Xaver Meyer AG), Thoma Peterhans (Direktor Reusspark, v.l.) Toni Widmer

Freuen sich über gelungene Sanierung: Alex Meyer (Xaver Meyer AG), Kurt Notter (Vorstand Verein Gnadenthal, Leiter Baukommission), Silvan Hilfiker (Vorstand Verein Gnadenthal), Bettina Ochsner (Präsidentin Verein Gnadenthal), Stefan Keusch (Projektleiter Xaver Meyer AG), Thoma Peterhans (Direktor Reusspark, v.l.) Toni Widmer

Toni Widmer

Reusspark, Zentrum für Pflege und Betreuung in Niederwil, morgens um sieben: Vor dem Eingang stehen die Autos für zwei Bewohnerinnen bereit. Sie sind zu einem betreuten Tagesausflug eingeladen; das Ziel haben sie selber bestimmen dürfen. Während es sich die Seniorinnen in den Autos gemütlich machen, nehmen oben Handwerker ihre Zimmer in Beschlag. In einer generalstabsmässig geplanten Aktion werden diese neu gestrichen, die Fenster ausgewechselt und die Fensternischen neu verkleidet sowie die Lamellenstoren von Hand- auf elektrischen Betrieb umgerüstet. Um sechs Uhr abends haben die Handwerker die Zimmer wieder verlassen, die beiden Ausflüglerinnen können zurückkehren und finden alles an seinem alten Platz.

Umbau unter Vollbetrieb

Innerhalb von anderthalb Jahren – vom Frühling 2015 bis im Sommer 2016 – sind im Reusspark knapp 11 Mio. Franken verbaut worden. Die Gebäudehülle des Hauptgebäudes wurde komplett saniert und das Flachdach abgedichtet. Es gab eine zusätzliche Wärmedämmung für die Fassade und neue Fenster, zusätzliche Balkone und Anpassungen am Haupteingang, die noch bestehenden Dreibettzimmer wurden in Ein- und Zweibettzimmer umgestaltet, dazu gab es verschiedene Anpassungen, unter anderem im Aufenthaltsbereich und bei den Pflegebädern.

Herbstfest für die ganze Familie

Zum Abschluss der Bauarbeiten im Reusspark gibt es kein spezielles Fest. Die Öffentlichkeit kann das sanierte Hauptgebäude mit der schön gestalteten Fassade sowie die mit verschiedenen Massnahmen aufgewertete Umgebung am bevorstehenden Herbstfest geniessen. Die traditionelle Reusspark-Chilbi steigt am Sonntag, 16. Oktober, von 10.15 bis 17 Uhr.

Führungen durch den Wohnbereich gibt es nicht, dafür die gewohnten Attraktionen für die ganze Familie (Spiel, Spass, Musik und Markttreiben) für die ganze Familie.
Infos: www.reusspark.ch. (to)

Um Kosten zu sparen, gab es von der Bauherrin im Rahmen der öffentlichen Submission klare Vorgaben für die potenziellen Unternehmer: «Erstellung und Betrieb von Provisorien bei Sanierungen von Pflegeheimen sind sehr teuer, aber ohne jegliche Wertschöpfung. Es war somit das Ziel der Geschäftsleitung, hier möglichst keinen Franken investieren zu müssen. Ebenso wollten wir einen temporären Bettenabbau vermeiden», erklärte Reusspark-Direktor Thomas Peterhans.

Interessierte Unternehmer mussten somit die ganze Sanierung unter Vollbetrieb planen. Ein anspruchsvolles Unterfangen, wie Stefan Keusch, Projektleiter der Villmerger Xaver Meyer AG, erläuterte: «Wir haben Anfang Februar 2014 das Wettbewerbsprogramm für die Sanierung erhalten und sofort gesehen, dass es sich hier um eine spannende Aufgabe handelt, der gesetzte Zeitrahmen und die Rahmenbedingungen jedoch sehr sportlich sind.» Mit acht Leuten habe man sich unverzüglich an die Ausarbeitung eines architektonischen Konzepts gemacht und bereits sechs Wochen später die Wettbewerbsunterlagen eingereicht.

Lob für das Unternehmen

Das Konzept hat überzeugt und die Xaver Meyer AG den Zuschlag bekommen. Es war ein Entscheid, den die Verantwortlichen im Reusspark nicht bereuen mussten. «Das Unternehmen mit den Projektverantwortlichen Stefan Keusch und Roland Hilfiker, der als Bauleiter während dem gesamten Umbau praktisch täglich vor Ort war, hat beste Arbeit geleistet. Das ehrgeizige Vorhaben ist so gelungen, wie wir uns das vorgestellt haben, und kostenmässig sind wir ebenfalls im gesteckten Rahmen geblieben, sagte Thomas Peterhans.

Anspruchsvoll war das Projekt nicht nur für die Handwerker, grosse Flexibilität war auch von den Verantwortlichen und vom Personal im Reusspark gefordert. «Unser Haus war rund anderthalb Jahre eingerüstet, und es gab wegen der Baustelle immer wieder neue Wege in das und aus dem Gebäude. Um die Sicherheit für die Bewohner jederzeit gewährleisten zu können, war von unseren Leuten viel zusätzlicher Aufwand nötig», sagte Peterhans.

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