Rudolfstetten
Wieser und Wild kandidieren nicht mehr für den Gemeinderat – Ammann Brem möchte noch maximal vier Jahre amtieren

Nach über zehn Jahren im Gemeinderat von Rudolfstetten-Friedlisberg verzichten Daniel Wieser und Susanne Wild bei den Erneuerungswahlen im Herbst auf eine Wiederkandidatur. Gemeindeammann Josef Brem stellt sich nochmals zur Verfügung.

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Der aktuelle Gemeinderat von Rudolfstetten (von links): Susanne Wild, Sascha Käppeli, Gemeindeammann Josef Brem, Daniel Wieser und Reto Bissig.

Der aktuelle Gemeinderat von Rudolfstetten (von links): Susanne Wild, Sascha Käppeli, Gemeindeammann Josef Brem, Daniel Wieser und Reto Bissig.

zvg

Ende September finden die Erneuerungswahlen in die verschiedenen Gemeindebehörden statt. Die amtierenden Behördenmitglieder müssen sich in diesen Wochen Gedanken machen, ob sie erneut zur Wahl antreten möchten.

In Rudolfstetten ist dieser Entscheid im fünfköpfigen Gemeinderat bereits gefallen. Ammann Josef Brem sowie die Gemeinderäte Sascha Käppeli und Reto Bissig stellen sich für die kommende Amtsperiode 2022/2025 wiederum der Wahl. Daniel Wieser und Susanne Wild hingegen teilten dem Kollegium mit, dass sie sich nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung stellen werden.

Im letzten Amtsjahr steht die Umorganisation der Volksschule an

Daniel Wieser wurde im Februar 2008 im Rahmen einer Ersatzwahl zum Gemeinderat gewählt und übernahm später per 1. Januar 2014 das Amt als Vizeammann. Mehrmals wurde er bei den Gesamterneuerungswahlen bestätigt.

Bei seinem Amtsantritt hatte er das Hauptressort Hochbau inne. Als Vizeammann folgte der Wechsel in den Bildungsbereich, daneben lagen aber auch das Regionale Sportzentrum Burkertsmatt oder das Feuerwehrwesen in seiner Ressortverantwortung.

Grosse Projekte standen bei der Realisierung des Regionalen Sportzentrums an, dessen Eröffnung in die Amtszeit von Daniel Wieser fiel. In seinem letzten Amtsjahr steht nun noch die Umorganisation der obligatorischen Volksschule, mit der Überführung der Aufgaben der Schulpflege an den Gemeinderat an.

Wild wollte schon vor vier Jahren zurücktreten

Nur eineinhalb Jahre nach Wieser wurde Susanne Wild für die Amtsperiode 2010/2013 in den Gemeinderat gewählt. Nach 12 Jahren und drei Amtsperioden legt sie das Amt nun definitiv nieder und hofft, dass eine Nachfolgerin gefunden werden kann.

Bereits vor vier Jahren wollte sie zurücktreten und für die aktuelle Amtsperiode vorzugsweise einer weiblichen Person Platz machen. Nur liess sich für den ersten Wahlgang niemand finden und es wurde auch niemand gewählt.

Einige Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, aber auch das damalige Kollegium ermutigten sie jedoch, im zweiten Wahlgang nochmals für vier Jahre anzutreten. In «stiller Wahl» wurde sie folglich für weitere vier Jahre als Gemeinderätin bestätigt.

Neben den kulturellen Aktivitäten war es Susanne Wild in den letzten Jahren wichtig, zur jüngeren Generation einen Draht zu finden, die Anliegen von Familien mit Kindern aufzunehmen und dafür zu sorgen, dass es auch bei kulturellen Unterschieden oder Schwierigkeiten innerhalb von Familien Lösungen gab, welche allseits mitgetragen wurden.

Kontinuität soll im erneuerten Gemeinderat gewährleistet sein

«Die bisherigen Gemeinderatsmitglieder möchten die in den vergangenen vier Jahren aufgegleisten Projekte weiterbringen. Damit soll auch eine gewisse Kontinuität im erneuerten Gremium gewährleistet werden können», heisst es in einer Mitteilung.

Gemeindeammann Josef Brem stellt sich deshalb ebenfalls für maximal vier Jahre für das Amt zur Verfügung. In diesen vier Jahren möchte er jedoch, dass auch die Funktion des Vorsitzenden des Gemeinderats neu besetzt werden kann. (az)