Beinwil
Pflege der Kreuze und Kapellen als Daueraufgabe

Der Unterhalt der weitläufigen Sakrallandschaft der Katholischen Kirchgemeinde Beinwil ist weitgehend abgeschlossen.

Eddy Schambron (Text und Fotos)
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Granitkreuz am Burkardsweg, im Hintergrund die Wallfahrtskirche Beinwil.

Granitkreuz am Burkardsweg, im Hintergrund die Wallfahrtskirche Beinwil.

Eddy Schambron

Die Wegkapelle von Rita und Arthur Leu war das letzte Beispiel (az vom 8. November): Die Katholische Kirchgemeinde Beinwil hat in ihrem Gemeindegebiet eine grosse Anzahl Bildstöckli, Kreuze und Wegkapellen, die es zu unterhalten gilt. Inzwischen sind, neben der Pflege und dem Unterhalt der Wallfahrtskirche in Beinwil, die Unterhaltsarbeiten der Beinwiler Sakrallandschaft mehrheitlich abgeschlossen, wie Kirchenpflegepräsidentin Irene Hofstetter festhält.

Bildstöckli Abzweiger Mariahalden.

Bildstöckli Abzweiger Mariahalden.

Eddy Schambron

Beispiele gibt es viele: Auf dem Hof Unterbrand stand ein Bildstöckli mitten in einem Feld. Es wurde an einen neuen Standort an der Strasse zum Oberbrandhof versetzt. Ein Wegkreuz von 1782 stand am Waldrand oberhalb der Mariahalden. Es wurde gereinigt und an den Begegnungsplatz am Burkardsweg an der Strasse Beinwil-Rüstenschwil versetzt. Oder das Steinkreuz in Wiggwil: Seine Besitzerin, die Hans Neuhaus AG, hat es an die Kirchgemeinde verschenkt und auch noch einen Beitrag an die Renovation bezahlt. Jetzt steht es unterhalb der «Wiehnacht» am Weg Wiggwil-Beinwil.

«Es ist unsere Pflicht, in einer christlich geprägten Welt diese Sinnbilder, die uns geistige Wege und Werte aufzeigen, zu erhalten und zu pflegen», sagt Hofstetter. Meistens sind die Bildstöckli und Wegkreuze im privaten Besitz. Mit acht Grundstückbesitzern konnten Verträge abgeschlossen werden. Die Kreuze und Bildstöckli gehören weiterhin den Grundeigentümern, sie dürfen aber nicht entfernt werden, und die Kirchgemeinde hat das Recht, die Kulturgüter zu unterhalten. Andere Besitzer erklärten sich bereit, selber zu ihren kleinen Kulturdenkmälern zu schauen und sie zu unterhalten.

Wegkreuz oberhalb Brand.

Wegkreuz oberhalb Brand.

Eddy Schambron

Irene Hofstetter hat, zusammen mit Edith Nietlispach, als Mitglied der Kirchenpflege demissioniert. An der Kirchgemeindeversammlung vom 16. November stehen Doris Melliger und Majka Mathis, letztere auch als Präsidentin, zur Wahl. Und obwohl die Unterhaltsarbeiten mehrheitlich abgeschlossen sind, sind im Budget 2017 noch ein paar kleinere Renovationen berücksichtigt. «Die Pflege der Sakrallandschaft ist eben eine Daueraufgabe», macht Hofstetter deutlich.

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