Wohlen
Patron Lehmann verkauft seine Wilco nach 41 Jahren an deutsche Firma

1971 gründete Martin Lehmann die Wilco in Wohlen, nun hat er seine Firma an den deutschen Spezialmaschinenbauer Bausch + Ströbel verkauft. Die 110 Arbeitsplätze bei Wilco, die Maschinen zur Dichtigkeitsprüfung herstellt, bleiben erhalten.

Fabian Hägler
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Der 70-jährige Wilco-Patron Martin Lehmann (rechts, mit Regierungsrat Urs Hofmann) hat seine Firma nach 41 Jahren verkauft. sl/Archiv

Der 70-jährige Wilco-Patron Martin Lehmann (rechts, mit Regierungsrat Urs Hofmann) hat seine Firma nach 41 Jahren verkauft. sl/Archiv

41 Jahre nach der Gründung wird die Wilco AG in Wohlen von der deutschen Firma Bausch + Ströbel übernommen. Wilco-Gründer Martin Lehmann sowie Siegfried Bullinger und Markus Ströbel, die geschäftsführenden Gesellschafter von Bausch+Ströbel, sind sicher, dass sich die beiden Unternehmen «aufs Beste ergänzen» werden.

Der Firmenverkauf wurde kürzlich am Wilco-Stammsitz in Wohlen besiegelt. Für die 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Freiämter Unternehmens ändert sich nichts. «Nur die Besitzverhältnisse ändern sich», sagt Christina Roth, Assistentin des Geschäftsführers bei Wilco. «Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten, Martin Lehmann behält die Geschäftsführung», erklärt Roth.

«Mit dem Know-How beider Unternehmen sehen wir bei Entwicklung und Vertrieb viele Möglichkeiten, die sich durch die Zusammenarbeit ergeben», sagen Siegfried Bullinger und Markus Ströbel zur Übernahme. Das sieht Wilco-Gründer Martin Lehmann gleich. Er hatte beim Verkauf der Wilco AG laut einer Medienmitteilung primär die Zukunft des Unternehmens und der 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Blick.

Mit Bausch + Ströbel, einem ebenfalls familiengeführten Unternehmen, habe man die richtige Wahl getroffen, sagt Lehmann. Die Firmenphilosophien seien sehr ähnlich. Als Vorteil sieht Lehmann, dass beide Firmen auf allen Ebenen voneinander profitieren und sich das Angebot beider Unternehmen sehr gut ergänze. Schon bisher gab es zwischen den beiden Firmen vielfältige Kontakte. Verpackungssysteme von Wilco kommen auch in Abfüll- und Verpackungsanlagen von Bausch + Ströbel zum Einsatz.

«Mit der Wilco AG gehört nun ein absoluter Spezialist im Bereich Dichtigkeitsprüfung und Qualitätskontrolle zu Bausch+Ströbel», teilen die beiden Unternehmen mit. Wilco bietet eine grosse Bandbreite an Prüfgeräten für Bereiche wie die Pharma-, Chemie-, Lebensmittel- und Verpackungsindustrie. Das reiche von hochpräzisen Einrichtungen für den Laborbereich bis hin zu vollautomatischen Anlagen, die im Inline-Betrieb arbeiten und eine Leistung von bis zu 1500 Objekten pro Minute erreichen. Viele der Systeme hat das Unternehmen weltweit patentieren lassen.

Bausch+Ströbel produziert seit 45 Jahren Maschinen und Anlagen für die industrielle Verarbeitung von flüssigen und pulverförmigen Arzneimitteln. Dies reicht von Halbautomaten für den Laborbereich über vollautomatische Einzelmaschinen bis hin zu hochkomplexen Anlagen, in denen Objekte wie Vials/Flaschen, Spritzen, Ampullen oder Karpulen verarbeitet werden.

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