Niederwil
Niederwil gibt grünes Licht für die Schulverbands-Reform

Die Gemeindeversammlung Niederwil genehmigt neue Strukturen des Schulverbands Reusstal Süd sehr deutlich. Jetzt liegt der Ball bei den drei Gemeinden Künten, Stetten und Fischbach-Göslikon.

Lukas Schumacher
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Schulgelände Riedmatt in Niederwil: Unabhängig vom Ausgang der Abstimmungen in den anderen drei Verbandsgemeinden behält Niederwil den Status Oberstufenstandort. sl

Schulgelände Riedmatt in Niederwil: Unabhängig vom Ausgang der Abstimmungen in den anderen drei Verbandsgemeinden behält Niederwil den Status Oberstufenstandort. sl

Niederwil hat als erste der vier Mitgliedsgemeinden im Schulverband Reusstal Süd den abgeänderten Satzungen zugestimmt.

Jetzt liegt der Ball bei den drei Gemeinden Künten (Gemeindeversammlung am 21. Juni), Stetten (24. Juni) und Fischbach-Göslikon (24. Juni).

Wenn auch die Stimmberechtigten dieser Gemeinden Ja sagen, tritt die Verbandsreform im August 2014 in Kraft.

Sek/Real in Niederwil und Stetten

Gemeindeammann Walter Koch erläuterte an der Gemeindeversammlung die Hauptpunkte der Schulvorlage. Die neue Regelung bedeutet eine Konzentration der Oberstufen-Schulstandorte (Sek/Real) auf Niederwil und Stetten.

Künten wird im Gegenzug Mittelstufenzentrum für die Primarschüler der 5. und 6. Klassen aus Künten und Stetten, was in einem separaten Vertrag geregelt wird.

Die Schulanlagekosten, welche die Standortgemeinden verrechnen, betragen fortan pauschal 1500 Franken je Schüler und Jahr.

Künftige Neuinvestitionen müssen alle Verbandsgemeinden mitfinanzieren, wobei der Kostenteiler stets neu fixiert wird.

«Alleinfinanzierung lohnt sich»

Beim geplanten Schulhaus-Neubau in Niederwil soll allerdings ein anderer Finanzierungsweg eingeschlagen werden. «Wir fahren deutlich besser, wenn wir das neue Schulhaus alleine zahlen», sagte Gemeindeammann Koch.

Denn Niederwil müsse im Neubau nicht nur den Raumbedarf der Oberstufe decken, sondern auch jenen der Gemeindeschule, der Primarschule. Momentan fehle die Planungssicherheit, da die Reform des Schulverbands Reusstal noch nicht unter Dach und Fach sei.

Es ist noch offen, ob der Gemeinderat der Gemeindeversammlung am 3. Dezember einen ersten Antrag zum Schulhaus-Neubau unterbreitet oder einen Antrag zur Sanierung des alten Gemeindehauses.

Alle Geschäfte durchgekommen

103 der 1671 Stimmberechtigten besuchten die Versammlung in der Mehrzweckhalle Niederwil. Alle gemeinderätlichen Anträge kamen sehr deutlich und teilweise einstimmig durch.

So etwa die Einbürgerungsgesuche des Ehepaars Paniz und der jungen Mongolin Chingun Bayarmaa, eine 240000-fränkige Abgeltung an die Gemeinde Stetten im
Zusammenhang mit dem Neubau der regionalen Kläranlage in Stetten und zwei Kreditabrechnungen.

Ein Ja gab es auch zum Ersatz für die veraltete Rundsteueranlage der Elektrizitätsversorgung. Bei dieser neuen Lösung zu Kosten von 200 000 Franken werden die Kommandosignale der AEW Energie AG übernommen, um die Umschaltung zwischen dem Hoch- und dem Niedertarif auf dem Stromnetz zu steuern.

Einstimmig Ja sagte die Versammlung zum Rechnungsabschluss 2012. Dieser fiel mit einem Plus von 400 000 Franken sehr gut aus.

Somit steigt das Eigenkapital der Gemeinde auf 1,8 Mio. Franken an. «Unser Vermögen beträgt jetzt gut 2,3 Mio. Franken», sagte Gemeinderat Valentino Benvenutti, der Vorsteher des Ressorts Finanzen, «es besteht aus dem Eigenkapital und vorweggenommenen Abschreibungen im Betrag von gut 500 000 Franken.»

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