Handball
Murianer Kantersieg zum Abschluss

Der TV Muri liess beim 31:17-Derbysieg gegen Wohlen keine Zweifel aufkommen, wer derzeit das stärkste Handball-Team im Freiamt ist. Muri beendet die Qualifikation auf Rang 3, Wohlen auf Rang 5.

Fabio Baranzini
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Muris Carlo Femiano, der mit 7 Treffern im Derby der beste Torschütze war.

Muris Carlo Femiano, der mit 7 Treffern im Derby der beste Torschütze war.

Fabio Baranzini

Muri kommt in die Finalrunde, Handball Wohlen muss in die Abstiegsrunde. Das stand bereits vor dem letzten Direktduell der beiden Freiämter 1. Ligateams der Saison fest. Obwohl der Ausgang des Derbys keinen grossen Einfluss mehr hatte, ging es im letzten Spiel der Qualifikationsphase um viel. «Gegen Wohlen wollen wir unbedingt gewinnen. Das ist die Generalprobe für die Finalrunde», so Muris Trainer Claude Bruggmann. Daniel Lehmann, sein Pedant auf Wohler Seite, ergänzt vor dem Spiel: «Im Derby geht es immer um viel. Auch wenn wir die Finalrunde nicht mehr erreichen, wollen wir gewinnen, um Selbstvertrauen zu tanken. Ich sehe uns auf Augenhöhe mit Muri.»

Aufwärtstrend bei Wohlen

Muri und Wohlen auf Augenhöhe, das war in der ersten Hälfte der Qualifikation nicht der Fall. Während Muri von Sieg zu Sieg an der Tabellenspitze mitmischte, musste Wohlen einen schwierigen Start in die Meisterschaft verdauen. Nur gerade zwei Siege resultierten aus der Hinrunde. Die Finalrunde, welche die Wohler als Saisonziel bekannt gegeben hatten, war in weite Ferne gerückt. Grund dafür waren unter anderem die vielen verletzten Stammkräfte.

Diese sind mittlerweile in die Mannschaft zurückgekehrt. Damit sind die Wohler auch wieder auf die Erfolgsstrasse eingebogen. In der Rückrunde holten sie in den sechs Spielen vor dem Derby drei Siege und ein Unentschieden. «Wir sind im Aufwärtstrend, haben uns als Mannschaft gefunden und spielen vor allem in der Defensive sehr solide. Unser grosses Manko war zuletzt noch die Wurfeffizienz. Wenn die höher gewesen wäre, hätten wir die Finalrunde vielleicht doch noch erreicht», bilanziert Lehmann. So aber müssen die Wohler nach der Pause in der Abstiegsrunde antreten.

Muri zu Hause unbesiegt

Der TV Muri hat die Finalrunde dagegen souverän erreicht. Auch wenn die Equipe die hohe Anfangskadenz nicht ganz halten konnte und in der Rückrunde vor dem letzten Spieltag vier Niederlagen kassiert hatte, haben sie die Finalrunde souverän erreicht. «Wir haben in der Qualifikation jeden Gegner einmal schlagen können und haben zu Hause kein Spiel verloren. Das ist eine starke Leistung», so Bruggmann. Dass die letzten beiden Spiele vor dem Derby gegen Uster und Wädenswil verloren gingen, beunruhigt den Trainer nicht. «Ich habe in diesen beiden Partien einige angeschlagene Stammspieler geschont und dafür den Jungen viel Einsatzzeit gegeben.»

Im Feiämter Derby vom Samstag sind aber sowohl Muri als auch Wohlen in Bestbesetzung angetreten. Ein Duell auf Augenhöhe, wie es Wohlens Trainer Lehmann vor dem Spiel vorausgesagt hatte, wurde es aber nicht. Im Gegenteil. Muri feierte einen 31:17-Kantersieg in der Wohler Hofmattenhalle und schiebt sich damit in der Endabrechnung auf Rang 3. Wohlen beendet die Qualifikation auf dem 5. Rang. Die Kräfteverhältnisse im Freiämter Handball waren in dieser Saison klar verteilt.

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