Unterlunkhofen
Hier entsteht Wohnraum für 150 bis 200 neue Einwohner

Der Unterlunkhofer Gemeindeammann Roger Cebé hat unter Anleitung von Baumaschinenführers Manuel Susa den Spatenstich zur 4-Millionen-Erschliessung im Gebiet Ausserdorf ausgeführt.

Lukas Schumacher
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Chefsache: Roger Cébe, Gemeindeammann von Unterlunkhofen, vollzieht als temporärer Maschinist den Bauauftakt im Ausserdorf. sl

Chefsache: Roger Cébe, Gemeindeammann von Unterlunkhofen, vollzieht als temporärer Maschinist den Bauauftakt im Ausserdorf. sl

Den symbolisch vorgenommenen Bauauftakt hatte die Gemeindeversammlung Unterlunkhofen vor zwei Jahren eingeleitet. Sie genehmigte damals einen Erschliessungskredit im Betrag von 4 Millionen Franken für dieses Gebiet im Süden des Gemeindebannes.

Alles in allem bezahlen Gemeinde und Gemeindewerke rund 1,5 Millionen Franken des
Gesamtbetrags. Die restlichen Kosten von 2,5 Millionen berappen die Grundeigentümer und Anstösser.

Zwölf Monate Bauzeit

Realisiert wird die Erschliessung dieser zweiten Etappe Ausserdorfstrasse von der Totalunternehmung Flachsee, bestehend aus dem Grossunternehmen Walo Bertschinger und dem Ingenieurbüro Basler & Hofmann.

Tempo ist angesagt: Innert einem Jahr wollen die Tiefbauspezialisten die umfangreichen Arbeiten auf der 3,6 Hektaren grossen Landfläche ausführen. Dazu gehören 710 Meter neue Trinkwasserleitungen, 750 Meter Sauberwasserleitungen, 700 Meter Kanalisationsleitungen sowie knapp 800 Meter Erschliessungs- und Zufahrtsstrasse.

Kommunikationsleitungen werden die Erschliessung komplettieren. Das Büro Porta + Partner (Brugg) begleitet die Tiefbauarbeiten als Bauherrschaftsvertreter der Gemeinde Unterlunkhofen.

Von der Erschliessung im Ausserdorf erhofft sich die knapp 1300 Einwohner zählende Gemeinde einen markanten Wachstumsschub. Peter Porta schätzt das Einwohnerpotenzial im Ausserdorf auf 150 bis 200 Personen ein. «Wir brauchen dieses Wachstum», gab Roger Cébe zu verstehen, «die Gemeinde soll und kann sich hier in den nächsten Jahren vorteilhaft entwickeln.» Erste Wohnbauprojekte sind vorhanden und sollen bald verwirklicht werden.

Turbulente Vorgeschichte

Die Vorgeschichte der Erschliessung ist lang und turbulent. 1992 genehmigte die Gemeindeversammlung einen Projektierungskredit von 75000 Franken und drei Jahre später einen Ausführungskredit von 2,8 Millionen Franken.

Heftig Zonenplanstreitereien und gerichtliche Auseinandersetzungen stoppten aber die Erschliessungspläne. Den Neustart ermöglichte die Gemeindeversammlung im November 2009, als sie den Baukredit von 4 Mio. Fr. guthiess.

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