Finalrunde
Freiämter Handballer überzeugen – Wohlen holt sich den Qualifikationssieg

Ende Januar werden die beiden Freiämter Handball-Equipen TV Muri und Handball Wohlen in der Finalrunde mit sechs weiteren Teams um den Aufstieg in die Nationalliga B kämpfen.

Fabio Baranzini
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Spieler und Trainer des Handball Wohlen während eines Timeouts im Cupspiel gegen Kadetten Schaffhausen.

Spieler und Trainer des Handball Wohlen während eines Timeouts im Cupspiel gegen Kadetten Schaffhausen.

Fabio Baranzini

Beim Anblick der Tabelle schlägt das Freiämter Handballherz höher. Ganz zuoberst steht Handball Wohlen, das sich dank 12 Siegen aus 14 Spielen mit vier Punkten Vorsprung souverän den Qualifikationssieg geholt hat. Und das völlig zu Recht, denn die Wohler haben nicht nur am meisten Spiele gewonnen, sondern haben am wenigsten Tore kassiert und zusammen mit GC Amicitia Zürich die meisten Treffer erzielt.

Gleich hinter Handball Wohlen folgt mit dem TV Muri der zweite Freiämter Handballverein. Dank dem überraschend deutlichen 28:19-Sieg im letzten Heimspiel am vergangenen Sonntag gegen GC Amicitia Zürich haben sich die Murianer in der Tabelle vom vierten auf den zweiten Platz nach vorne spielen können.

Die Trainer sind zufrieden

Entsprechend zufrieden sind die Trainer der beiden Teams. «Dass wir die Top 4 erreichen, durften wir erwarten. Dass es nun aber gleich zum Qualifikationssieg gereicht hat, ist umso schöner», freut sich Daniel Lehmann, Coach der Wohler Handballer. Ähnlich klingt es bei seinem Murianer Pendant Claude Bruggmann. «Die Top 4 waren unser Ziel, damit wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Dass wir jetzt Zweite geworden sind, ist grossartig. Je länger die Saison gedauert hat, umso besser wussten meine Spieler, was sie zu tun haben. Wir sind deutlich gefestigter als am Anfang der Saison», so Bruggmann.

Der zweite Qualifikationsrang der Murianer ist umso erstaunlicher, da die Equipe noch im Vorjahr bis zuletzt um den Verbleib in der 1. Liga zittern musste. «Die Mannschaft ist in der letzten Saison in den Abstiegsspielen richtig zusammengewachsen. Dass sie dort gemeinsam bestehen konnten, hat dem Team einen Kick gegeben, den wir in diese Saison mitgenommen haben», sagt Bruggmann, der die Equipe im Sommer übernommen hat.

Aufstieg für Wohlen eine Option

Ende Januar werden die beiden Freiämter Handball-Equipen in der Finalrunde mit sechs weiteren Teams um den Aufstieg in die Nationalliga B kämpfen. Für den TV Muri kommt die Promotion allerdings nicht infrage. «Wir wollen uns primär als Mannschaft weiterentwickeln. Der Aufstieg ist überhaupt kein Thema. Es wäre vermessen, wenn wir uns dies als Ziel setzen würden», sagt Trainer Claude Bruggmann, der bis zum Start der Finalrunde versuchen will, sein Team noch etwas variantenreicher aufspielen zu lassen.

Etwas anders sieht die Ausgangslage bei Handball Wohlen aus. Trainer Daniel Lehmann sieht durchaus das Potenzial, dass sein Team den Aufstieg schaffen könnte. «Wir werden aber erst in den nächsten Wochen im Team entscheiden, ob wir den Aufstieg schon in dieser Saison mit aller Konsequenz anstreben wollen oder erst in der näheren Zukunft.»

Bis die Meisterschaft wieder losgeht, will Lehmann mit seinem Team vor allem in zwei Bereichen arbeiten: der Physis und der Abgeklärtheit. «Wir sind körperlich noch nicht ganz auf dem Level des Vorjahrs. Dafür müssen wir in den Trainings auch noch die letzten fünf Prozent herauskitzeln. Zudem müssen wir noch mehr Ruhe bewahren, wenn wir in Rückstand geraten, und nicht mit der Brechstange agieren.» Wenn dies gelingt, dann ist es durchaus möglich, dass die Wohler Handballer im Kampf um den Aufstieg in die Nationalliga B ein ernsthaftes Wort mitreden können. Zumindest im Cup haben die Wohler mit ihren Siegen gegen SG Yellow/Pfadi Espoirs und Wädenswil in dieser Saison gleich doppelt bewiesen, dass sie NLB-Teams schlagen können.

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