Sarmenstorf
Ein Mann der jungen Generation im Gemeinderat

Matthias Baur, SVP, ist mit seinen 26 Jahren der jüngste Gemeinderat im ganzen Freiamt. Der gelernte Landwirt will auch bei seinen Altersgenossen für eine aktive Teilnahme an der Politik weibeln.

Toni Widmer
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Der Sarmenstorfer Matthias Baur ist der jüngste Gemeinderat im Freiamt. Toni Widmer

Der Sarmenstorfer Matthias Baur ist der jüngste Gemeinderat im Freiamt. Toni Widmer

Im Gegensatz zum grossen Wohlen ist im kleinen Sarmenstorf die SVP-Welt noch in Ordnung. Der am Samstag 26 Jahre alt gewordene Matthias Baur hat am Sonntag das zweitbeste Resultat der Gemeinderatswahlen in Sarmenstorf erzielt. Ein verspätetes Geburtstagsgeschenk sozusagen.

Matthias Baur tritt damit die Nachfolge von Roman Lindenmann an, dem Gemeindeammann und Urgestein der Sarmenstorfer Dorfpolitik. Ebenfalls neu gewählt worden ist in Sarmenstorf Karl Heinz Graf (CVP). Er wird Nachfolger von Philippe Wüthrich, der wie Lindenmann nicht mehr zur Wiederwahl angetreten ist.

Neuer Gemeindeammann

Neuer Gemeindeammann wird mit einem Glanzresultat der bisherige Vizeammann Bruno Winkler, CVP, neuer Vizeammann der bisherige Gemeinderat Meinrad Baur (FDP).

Die Stimmbeteiligung in Sarmenstorf lag bei knapp 40 Prozent. Höher als auch schon, aber tiefer als an diesem eidgenössischen Wahlsonntag eigentlich zu erwarten gewesen war. Das Absolute Mehr betrug bei insgesamt 679 gültigen Stimmzetteln 281 Stimmen und wurde von allen Kandidierenden klar übertroffen.

Das Bestresultat erreichte mit 586 Stimmen Bruno Winkler, gefolgt vom Benjamin Matthias Baur mit 525 Stimmen, Meinrad Baur mit 523 Stimmen und Lucia Ambühl (FDP) mit 502 Stimmen. Leicht abgeschlagen, aber noch immer sehr gut gewählt Karl Heinz Graf. Der CVP-Präsident wohnt allerdings auch erst seit wenigen Jahren in Sarmenstorf und hat nicht den gleichen Bekanntheitsgrad wie seine Mitbewerber.

Jetzt kommt der Ernst des Lebens

Matthias Baur zeigte sich über die Wahl hocherfreut. Obwohl er ohne Gegenkandidatur ins Rennen steigen konnte, war er sich seiner Sache nicht schon im Vorfeld sicher: «Auch ich muss erst gewählt werden», hatte er im Interview der Aargauer Zeitung erklärt. Jetzt sieht er vorerst seine schönste Zeit als Gemeinderat kommen: «Ich bin gewählt, muss aber bis Ende Jahr noch keine Verantwortung übernehmen», schmunzelt der gelernte Landwirt und Agro-Techniker.

Ab Januar 2014 wolle er dann mit seriöser Arbeit das unerwartet grosse Vertrauen bestätigen, welches die Stimmberechtigten mit der Wahl in ihn gesetzt hätten. Und vielleicht auch ein paar seiner Alterskolleginnen und -kollegen davon überzeugen, politisch tätig zu werden.

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