Sarmenstorf
Die Heuröpfel-Zunft machte es wieder spannend

Es dürfte eine wilde Fasnacht werden. Roggi de Wildi hat für dieses Jahr das Zepter übernommen.

Verena Schmidtke (Text und Foto)
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Roggi de Wildi und seine Ehrendamen.

Roggi de Wildi und seine Ehrendamen.

Verena Schmidtke

Die Weihnachtsdeko ist verpackt, die letzten Luftschlangen der Silvesterparty weggefegt und der Alltag wieder eingezogen, da macht sich vielerorts bereits die Fasnacht bemerkbar. Natürlich auch in Sarmenstorf, einer der Fasnachtshochburgen im Freiamt. Am Samstagabend hat Heinz Joho, Vereinspräsident der Heuröpfel-Zunft, beim Jahresbot den neuen Zunftmeister verkündet.

Wenn des Satz «Nomen est Omen» ein bisschen stimmt, steht dem Dorf und der Heuröpfel-Zunft eine aufregende Zeit bevor. Denn seit dem Wochenende amtiert Tobias Roggwiller als «Roggi de Wildi» als Zunftmeister.

Der Name gebührt ihm, da er und seine Familie den alten Gasthof «Zum Wilden Mann» in Sarmenstorf aufwendig und mit viel Liebe zum Detail umbauen. Dort wohnt er mit seiner Freundin. Roggi könne ausgelassen feiern, teilt die Zunftauskunft mit, somit habe er sich den Zusatz «de Wildi» zurecht verdient. Er selbst berichtet über sich, dass er Jahrgang 1982 sei und als Kind Fahrwangen unsicher gemacht habe.

Seit sieben Jahren in der Zunft

Seit einigen Jahren spielt er bei den Heuröpfel-Gugger, womit er eine Gemeinsamkeit mit seinem Vorgänger Thomas Meyer hat. Der Heuröpfel-Zunft trat er 2011 bei. Im Alltag arbeitet er als Projektleiter im Elektrobetrieb Heggli Service Müswangen, in seiner Freizeit widmet er sich der Guggenmusik, der Fasnacht und dem Motorradfahren.

Während der Fasnacht begleiten ihn als Ehrendamen Nadja Sutter und Petra Aigner. «Die beiden passen dann auch etwas auf mich auf», meint Roggi de Wildi schmunzelnd. Er freue sich auf sein Amt und die Fasnacht. Als nächste Termine stehen die Heuröpfel-Party der Heuröpfel-Gugger am 27. Januar auf dem Plan und am 9. Februar der grosse Zunftball.

Mit verknacksten Füssen

Bevor der neue Zunftmeister auf dem Thron Platz nehmen konnte, mussten sich die Gäste ein wenig gedulden. Schliesslich galt es, Thomas de Blöser, auch bekannt als Thomas Meyer, feierlich aus dem Amt zu verabschieden. Dabei halfen «Thomas Heu» und «Alex Öpfel». Gemeinsam blickten sie auf die Fasnacht 2017 zurück.

Das sei gar nicht so einfach, merkte «Thomas Heu» an, denn: «Während der Fasnacht funktioniert eigentlich nur das Kurzzeitgedächtnis.» Doch der buchstäbliche Fall des neuen Zunftmeisters 2017, wobei er sich den Fuss verknackste, wurde schnell Tagesgespräch und natürlich Thema der Schnitzelbänke.

Thomas Meyer selbst blickte auf viele schöne Umzüge und Veranstaltungen zurück. Eines von vielen Highlights sei der Besuch der Hofnarrenzunft Paradiesvögel auf der Insel Mainau gewesen. «Die Mainau war ein spezieller Anlass, eine coole Sache», so Meyer, sein Fazit: «Fasnacht in Sarmenstorf ist der Hammer.»

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