Bremgarten
Die Gastgeber holen Gold und Silber

Vom Donnerstag bis und mit Sonntag massen sich Pontoniersportler in verschiedenen Disziplinen.

Dominic Kobelt
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40. Eidg. Pontonierwettfahren Aufnahmen vom Samstag
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40. Eidg. Pontonierwettfahren Aufnahmen vom Samstag
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40. Eidg. Pontonierwettfahren Aufnahmen vom Donnerstag
40. Eidg. Pontonierwettfahren
40. Eidg. Pontonierwettfahren Aufnahmen vom Donnerstag
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40. Eidg. Pontonierwettfahren Aufnahmen vom Donnerstag
40. Eidg. Pontonierwettfahren Aufnahmen vom Donnerstag

40. Eidg. Pontonierwettfahren Aufnahmen vom Samstag

Dominic Kobelt

«Zieh, zieh! Hopp Bremgarte!», tönt es vom Ufer her. Reto Stettler sticht mit dem Ruder ins Wasser, drückt es gegen die Strömung, Anstrengung und Konzentration zeichnen sein Gesicht. Das Boot macht eine Drehung und passiert den Brückenpfeiler im 45-Grad-Winkel. Er als Steuermann und sein Vorderfahrer Kevin Greber sind zwei von rund 1200 Pontoniersportlern, die dieses Wochenende über die Reuss ruderten. Kraft, Ausdauer und Technik braucht man, wenn man am Eidgenössischen Pontonier-Wettfahren in die vorderen Ränge kommen möchte. Und sämtliche Bremgarter wollen das um jeden Preis, sie schulden es dem Publikum, das die Einheimischen aufs Podest zu schreien versucht.

Die Ambitionen sind hoch, der Verein aus dem Reussstädtchen stellt mit Mirco Wendel und Roland Honegger die amtierenden Schweizer Meister und hat diesmal sogar Heimvorteil. «Wir kennen das Gewässer. Zudem durfte ein Jahr lang kein anderer Verein hier trainieren – so sind die Regeln», erklärt Stettler.

Einzel- und Gruppenwettkämpfe

Die natürlichen Gegebenheiten zu kennen, besonders die Strömungen, sei entscheidend, um die richtige Linie zu finden, so der Pontonier. Beim Einzelfahren müssen jeweils zwei Wettkämpfer mit einem (grossen) Übersetzboot oder einem (kleineren) Weidling verschiedene Übungsteile durchfahren. Unter anderem gehört dazu eine «Stachelfahrt», die Durchfahrt zwischen Markierungen oder die möglichst genaue Landung bei einem bestimmten Ziel. Dabei ist einerseits die Zeit massgebend, zudem müssen die Boote Plastiklappen berühren oder in einem bestimmten Winkel passieren. Gelingt das nicht, notieren die Richter einen Punktabzug.

Beim Sektionswettfahren durchqueren mehrere Boote den Fluss gemeinsam, gewisse Abschnitte hintereinander, andere parallel. Dass diese parallel den Fluss überqueren, ist eine grosse Herausforderung – besonders wenn Übersetzboote und Weidlinge in der Formation sind. Dafür kann die Gruppe zusätzliche Punkte einheimsen. Nebst diesen messen sich die Sportler in diversen anderen Disziplinen, etwa im Schnürwettkampf, im Schwimmen oder im Bootfährenbau.

Ein paar knifflige Stellen

Bei vielen Pontonieren steht aber das Einzelfahren an erster Stelle. Wie schätzt Stettler die diesjährige Wettkampfstrecke ein? «Es hat schon ein paar knifflige Stellen, aber insgesamt ist sie technisch nicht sehr anspruchsvoll. Die Zeit wird eine entscheidende Rolle spielen.» Pressechef Beni Koch ergänzt: «Die Reuss hat zurzeit sehr wenig Wasser – wir hätten lieber etwas mehr Strömung gehabt, dann wäre die Strecke herausfordernder.» Der Wettkampf bleibe aber spannend, weil die Fahrer sich auf die neue Situation einstellen müssten.

Das Eidgenössische Pontonierwettfahren findet dieses Jahr zum 40. Mal statt. Der Anlass, der alle drei Jahre durchgeführt wird, ist nach 1939 und 1979 das dritte Mal in Bremgarten. Das ist auch eine Möglichkeit für die Randsportart, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. «Für uns ist es nicht so einfach wie für einen Fussballclub, junge Leute in den Verein zu holen – niemand kommt einfach so mal vorbei, man muss den Leuten den Sport zuerst näher bringen.»

Die Sportler wissen nicht sofort, wie gut sie gefahren sind, weil sie nur schätzen können, was die Punktrichter notiert haben. Stettler und Greber sind auf dem 30. Platz gelandet, mit dieser Leistung sind sie nicht ganz zufrieden. Gleichzeitig lobt Stettler aber die Mannschaftsleistung: «Wir haben insgesamt gut abgeschnitten, besonders Mirco Wendel und Roland Honegger, die erneut Schweizer Meister geworden sind. Patrik und Peter Wendel konnten den zweiten Platz für Bremgarten sichern.»

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