Muri
Defibrillatoren für Polizeiautos: Die Polizisten werden jetzt ein bisschen zu Sanitätern

Die Regionalpolizei Muri hat für alle drei Einsatzfahrzeuge einen Defibrillator angeschafft. Mit dem Rettungsdienst des Spitals Muri wurden die Angehörigen des Polizeikorps im Umgang mit dem Gerät geschult.

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Jetzt in jedem Fahrzeug der Regionalpolizei Muri ein Defibrillator

Jetzt in jedem Fahrzeug der Regionalpolizei Muri ein Defibrillator

Zur Verfügung gestellt

Ab sofort sind alle Einsatzfahrzeuge der Regionalpolizei Muri mit einem automatischen externen Defibrillator (kurz AED) ausgerüstet. Die Übergabe der AED durch den Lieferanten erfolgte im Rahmen einer kleinen Feier. Künftig kann die kantonale Notrufzentrale die Regionalpolizei Muri als sogenannte «First Responder» zu Einsätzen aufbieten. Dabei leistet die Polizei lebensrettende Sofortmassnahmen, bis der Rettungsdienst vor Ort eintrifft. Damit kann im Notfall wertvolle Zeit gewonnen werden.

Erste Hilfe

AED sind medizinische Geräte, die durch die Abgabe von Stromstössen bei Herzrhythmusstörungen, Kammerflimmern und Herzinfarkt wirksam erste Hilfe leisten können. Die äusserst einfache Bedienung ermöglicht dabei auch Personen ohne fachspezifische Kenntnisse einen raschen und unkomplizierten Einsatz des Geräts.

Der AED gibt nach dem Einschalten klare Sprachanweisungen zum Entkleiden der betroffenen Person, zur Befestigung der Elektroden bis hin zur Auslösung des Schocks. Eine Fehlbedienung ist ausgeschlossen. Dank der einfachen Bedienung und der deutlich besseren Überlebenschancen der Betroffenen bei rascher Defibrillation können die Geräte nicht nur im professionellen Rettungsdienst, sondern auch im öffentlichen Raum eingesetzt werden, stellt die Regionalpolizei Muri weiter fest.

Schulung durch Rettungsdienst

Bereits im November 2018 wurden alle Angehörigen des Polizeikorps im Umgang mit dem Defibrillator geschult. Im Rahmen dieser Ausbildung besuchte die Regionalpolizei Muri die Trainingsstätte des Rettungsdiensts im Spital Muri. Diplomierte Rettungssanitäter vermittelten dabei den Polizisten weiteres wertvolles Wissen zum Basic Life Support (BLS), also zur Sicherung der lebenswichtigen Funktionen wie Kreislauf und Atmung, beziehungsweise zur Reanimation. (az)

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