Vierter Brand

Brandstiftung: Zehn Personen in Haft – Polizei sucht den Feuerteufel von Merenschwand und überprüft Alibis

Vier Brände in einer Woche in der Freiämter Gemeinde Merenschwand. Die Polizei geht im jüngsten Fall vom Freitagabend von Brandstiftung aus. In einer Garage und einem Kellerraum eines Einfamilienhauses wurde Feuer gelegt. Auch im Schopf daneben.

Der Brand vom Freitagabend war der vierte seit letztem Sonntag. Das Feuer brach in einem Kellerraum und zeitgleich in der Garage eines Einfamilienhauses in Meerenschwand aus, konnte von der Feuerwehr aber rasch gelöscht werden. Dies teilt die Kantonspolizei Aargau am Samstag mit. Der Sachschaden sei gering.

Mediensprecher Adrian Bieri: 

Wie Bieri auf Anfrage erklärt, wurden in der Nacht auf Samstag zehn Personen verhaftet, die zu den Bränden befragt werden. Es seien so viele Festnahmen erfolgt, weil man Alibis überprüfen müsse. «Zudem ist die Spurensicherung vor Ort, und man möchte natürlich verdächtige Personen mit den Ergebnissen konfrontieren können.» Mehr will er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Auch nicht, ob die Personen in der Umgebung des Tatorts aufgegriffen oder bewusst aufgesucht wurden.

Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten ermittelt. Das tut sie bereits in den Fällen, die vor wenigen Tagen in Merenschwand auftraten: Bereits am vergangenen Sonntagmorgen brannte ein ehemaliges Bauernhaus nieder. Am Montag dann brannte eine Bank auf dem Kirchplatz. Am gleichen Abend wurde die Feuerwehr erneut gerufen: Dieses Mal brannte es im Innern eines ehemaligen Stalles.

Bieri geht davon aus, dass zwischen diesen Bränden sowie jenen vom Freitag ein Zusammenhang besteht. 

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Sowohl die Kantonspolizei als auch die Regionalpolizei kündigten an, die Kontrollen und die Polizeipräsenz in der Ortschaft zu verstärken.

Bereits im August diesen Jahres kam es in Merenschwand zu einer Brandserie:

Brandstiftung in Merenschwand: Zwei Personen verhaftet

Brandstiftung in Merenschwand: Zwei Personen verhaftet

Nach drei absichtlich gelegten Feuern innerhalb von nur 27 Stunden verhaftete die Polizei zwei mutmassliche Feuerteufel.

Brandstifter vom August auf freiem Fuss

Die Polizei geht laut Bieri auch einen Zusammenhang zur Brandserie vom August nach. Damals wurden innert nur 27 Stunden drei Brände gelegt, und zwar bei der Kistenfabrik, an einer Waldhütte und in einer Thuja-Hecke. 

Damals waren ein 22-jähriger Schweizer und seine 17-jährige Freundin verhaftet worden. Sie hatten rasch zugegeben, die Brände gelegt zu haben. Das Verfahren gegen die beiden läuft noch. Was Fiona Strebel, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft, gegenüber der SDA allerdings bestätigte: Der 22-Jährige war seit November wieder auf freiem Fuss.

Noch in der Nacht auf Dienstag wurde der 22-jährige Brandstifter vom August nun erneut vorläufig festgenommen. Nach einem Tag war er wieder auf freiem Fuss. Gemäss Aargauer Staatsanwaltschaft gab es keine Hinweise, dass er mit den aktuellen Bränden vom letzten Wochenende etwas zu tun hatte. Auch das Alibi seiner 17-jährigen Freundin wurde überprüft. Für die 17-Jährige ist die Jugendanwaltschaft des Kantons Luzern zuständig. 

Natürlich lag die Vermutung nahe, es könnte derselbe Täter gewesen sein, sagte Polizeisprecher Roland Pfister diese Woche. «Aber es wäre theoretisch auch möglich, dass ein Trittbrettfahrer am Werk gewesen ist.»

Mit den Fällen vom Freitag haben die beiden nach ersten Erkenntnissen der Polizei ebenfalls nichts zu tun. Legt jetzt ein Nachahmungstäter in Merenschwand Feuer?

Die Polizeibilder vom Dezember 2019:

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