Zufikon
Bianchi baut Hauptsitz aus – wegen besonders gefragtem Fleisch

Bald wird in Zufikon Black Angus Beef verarbeitet. Die Bianchi AG baut dafür ihre Räumlichkeiten aus.

Dominic Kobelt
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Bianchi, grösstes Unternehmen in Zufikon, erweitert am Standort «Allmend». kob

Bianchi, grösstes Unternehmen in Zufikon, erweitert am Standort «Allmend». kob

Dominic Kobelt

Nicht alle Rinderrassen werden vom Bund gleichermassen subventioniert. Am besten taxiert würden diejenigen, die im hinteren Viertel am meisten Fleisch hätten, erklärt Paolo Bianchi, CEO der Bianchi AG. Black Angus Beef, in der Gastronomie besonders gefragt, wird weniger gefördert.

«Wir möchten auf Black Angus Beef setzen, auch weil es besonders nachhaltig ist. Die Tiere werden natürlich gehalten und gefüttert, die Kälber stammen aus Mutterkuhhaltung.» Die Bianchi AG hat Verträge mit den Bauern, kauft ihnen die Tiere ab, lässt sie schlachten, und ist dann für die Feinzerlegung zuständig.

Für diesen Vorgang fehlt der Firma momentan noch die nötige Infrastruktur, deshalb wird eines der Betriebsgebäude ausgebaut, in dem dann die Metzgerei Platz finden wird. «Die Testphase ist durch, wir haben gute Erfahrungen gemacht», sagt Bianchi. Man wolle die Herstellung von Convenience-Produkten nicht auswärts geben, sondern selber durchführen.

Die Firma ist besonders bekannt für frischen Fisch und Meeresfrüchte, produziert aber inzwischen auch viel Fleisch, wie der CEO erklärt: «Ein weiterer Grund für den Ausbau ist ein zusätzlicher Reiferaum, in dem Rind-, Kalb-, und Schweinefleisch einen besonderen ‹Finish› erhalten.» Der begehbare Kühlraum wird mit Salzsteinen ausgestattet, die während des Reifeprozesses dezidiert Salz an die Luft abgeben und so den Produkten eine entscheidende Note verleihen.

Zudem wird die Bianchi AG mit dem Umbau die Zufahrt für die Lastwagen neu regeln. So soll für die Nachbarn weniger Lärm entstehen – bei 100 Fahrzeugen, die jeden Morgen beladen werden müssen, sind die Anwohner bestimmt dankbar.

Zufrieden mit dem Standort

Dass die Firma Bianchi ihren Hauptsitz ausbaut, zeigt, dass sie mit dem Standort zufrieden ist. Dass das Unternehmen gerade von hier aus arbeitet, ist eigentlich ein Zufall. Bianchi hatte ursprünglich eine Wildmetzgerei aus dem Konkurs gekauft.

Die Söhne des Firmengründers waren aber vom Grosshandel fasziniert, so hat sich das Unternehmen in diese Richtung entwickelt. «In Zufikon sind wir nahe beim Flughafen Zürich, und mit den Lieferwagen erreichen wir alle Betriebe, die wir beliefern müssen, relativ gut», erklärt Bianchi.

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