Wohlen
Bevor die neue Eishalle kommt, müssen die Kosten runter

Die neue Eishalle hat gegenüber der Freibad-Sanierung Vorrang. Doch das Gesamtprojekt soll überarbeitet werden. Mit 27 Millionen Franken habe das Projekt beim Volk «keine Chance», so Wohlens Vizeammann Matthias Jauslin.

Jörg Baumann
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Diese Gruppe des Eislaufclubs Wohlen hofft auf eine neue Eishalle.BA

Diese Gruppe des Eislaufclubs Wohlen hofft auf eine neue Eishalle.BA

In zwei Schritten sollen in Wohlen die neue Eishalle erstellt und das Freibad saniert werden. Die Eishalle habe nach aktuellem Stand der Planung den Vorrang vor dem Schwimmbad, teilte Vizeammann Matthias Jauslin an der Generalversammlung der Eisbahngenossenschaft mit.

Aber zuerst müsse das Gesamtprojekt abgespeckt werden. Denn mit den Baukosten von 27 Millionen Franken, die heute im Raum stünden, habe man beim Volk «keine Chance», sagte Jauslin.

Projekt wird durchleuchtet

Die Kosten müssten auf ein realistisches Mass gesenkt werden, meinte der Vizeammann. Die «Verzichtplanung» habe der Einwohnerrat eingeleitet, indem er für die Projektvorbereitung einen Kredit von 290 000 Franken bewilligte. «Das Projekt muss komplett durchleuchtet werden.»

Der Gemeinderat setzte eine Steuerungsgruppe ein, die Mitte November die Arbeit aufnimmt. In einem Rahmenvertrag sollen die Einwohnergemeinde und die Eisbahngenossenschaft festlegen, wie man das Projekt weiterentwickeln kann.

Als Bauberaterin engagierte der Gemeinderat das renommierte Büro BPM-Sports in Bern. In der Vorbereitungsphase muss man laut Jauslin auch das Finanzierungsmodell erstellen und mögliche Partner finden.

Der Gemeinderat habe sich mit den Aussengemeinden darüber unterhalten, ob sie sich an der neuen Eisbahn beteiligen würden. «Es tönte durchaus positiv», erklärte Jauslin, «hoffentlich bleibt das auch so, wenn es um die Mitfinanzierung geht.» Im ersten Halbjahr 2014 könne über den Projektierungskredit abgestimmt werden. Die Volksabstimmung wäre laut Jauslin im Januar 2015 fällig.

Grosser Aufwand für alte Eisbahn

Urs Meier, Präsident der Eisbahngenossenschaft, äusserte sich deutsch und deutlich: «Es ist ein riesiger Kraftakt, unsere Eisbahn am Leben zu erhalten.» Man kämpfe an allen Ecken und Enden, damit der Betrieb gewährleistet werden könne. Der Unterhalt der Eisbahn werde immer aufwendiger. Die Genossenschaft komme dabei an ihre Grenzen. Sie dürfe aber auf den grossen Einsatz des Betriebsleiters Gary Hufschmid und des Eismeisterteams zählen.

Die Hoffnung auf eine neue Eishalle und der Zuspruch der Kunden ermutige die Genossenschaft, intensiv weiterzuarbeiten. Ziel sei ein «vernünftiges Neubauprojekt mit tragbaren Betriebskosten», sagte Meier.

Momentan könnte die Genossenschaft flüssige Mittel von einer halben Million Franken in die neue Eishalle einbringen. Die Genossenschaft haushaltete so sparsam, dass die Rechnung 2012 ausgeglichen gestaltet werden konnte und erst noch Rückstellungen für die neue Halle möglich waren. Damit rechnet die Genossenschaft auch in der Saison 2013/14.

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